Bernd der Bierkutscher - die Rösser im Griff

Als Bierkutscher des Hofbräu-Prachtgespanns auf der Wiesn ist Bernd eine der meist-fotografierten Personen auf dem Oktoberfest - wie er zu dieser Aufgabe kam, erklärt er uns im Interview

Grüß Dich, Bernd. Gleich zu Anfang eine ganz grundlegende Frage: Wie wird man denn Bierkutscher auf der Wiesn?

Nun ja, ich mach das jetzt schon seit 17 Jahren...

Moment! Das heißt, du bist seit Deinem sechsten Lebensjahr Bierkutscher? Erzähl' uns doch keine G'schichten!

Nein, das stimmt schon: Ich war als kleines Kind immer schon mit meinem Opa, der auch Bierkutscher für Hofbräu war, auf der Wiesn.

Also eine regelrechte Bierkutscher-Dynastie?

Könnte man so sagen. Die Pferde gehören ja nicht direkt der Brauerei, sondern stehen bei meiner Oma auf dem Hof in der Nähe von Kempten. Im Allgemeinen werden die im Wald zum Holztransport eingesetzt und nur die paar Wochen zur Wiesn haben sie diesen Spezialauftrag. Früher war natürlich im Wald deutlich mehr zu tun als heute, daher ist der Job als "Brauereigaul" in der Zwischenzeit fast wichtiger als ihre ursprüngliche Aufgabe.
Dann kennst du die Pferde also schon länger?

Ja sicher. Wir sind quasi zusammen aufgewachsen - ich kümmer mich das Jahr über um die Pferde und komm' dann halt auch zur Wiesn mit ihnen.

Die Pferde sind im Wald - aber was machst Du, wenn du nicht gerade als Bierkutscher unterwegs bist?

Ach - absolutes Kontrastprogramm: Ich hab grade angefangen zu studieren - Maschinenbau...

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg im Studium!