Brezen-Bäcker Patrick – ein salziger Job

Brezen sind ein beliebter Snack auf der Wiesn und passen auch gut zum Bier. Sie werden in Ständen auf der Wiesn verkauft und zahlreiche Verkäufer und Verkäuferinnen laufen durch die Bierzelte, um das Laugengebäck an den Mann oder die Frau zu bringen. Patrick erzählt uns, wo der Nachschub herkommt.

Hallo Patrick, du arbeitest hier als Brezen-Salzer?

Brezen-Bäcker bitte! Ich sorge dafür, dass immer genug Nachschub da ist.

Und wie lange machst du das schon?

Heuer ist mein erstes Jahr auf der Wiesn. Aber es macht riesigen Spaß und es war sicher nicht mein letzter Einsatz auf dem Oktoberfest.

Ist deine Arbeit denn die gleiche wie in einer normalen Bäckerei?

Nein nicht ganz. Bei den Mengen, die hier auf der Wiesn verkauft werden, können wir die ganzen Vorbereitungsarbeiten natürlich nicht vor Ort machen – das wäre einfach zu viel Aufwand und würde zu lange dauern. Wir tauchen unsere tiefgekühlten Brezen-Teiglinge in grobkörniges Salz und backen Sie dann in unseren drei Öfen, bis sie schön braun und knusprig sind. Die schmecken dann genauso frisch und lecker, wie vom Bäcker um die Ecke.

Wie viele Brezen backt ihr denn am Tag so?

Wie schon gesagt .. eine ganze Menge. Ich schätze, dass wir so zwischen 1400 und 1600 große Wiesn-Brezen am Tag backen.
Zu welcher Tageszeit verkaufen sich denn die meisten Brezen?

Tagsüber ist das eigentlich durchwegs recht gleich, aber Abends steigt mit dem Bierumsatz auch der Verkauf von Brezen. Sehr stark merken wie vor allem die Reservierungen am Abend. Da verkauft sich deutlich mehr.

Macht’s denn Spaß?

Naja stressig ist der Job schon, aber wir haben auch viel mit Menschen zu tun. Das macht auch Spaß und entschädigt für die anstrengende Arbeit. Vor allem mit den Bedienungen haben wir viel Kontakt und man kann sich mal kurz nett unterhalten.

Was zieht die Bedienungen denn zu dir?

Sie bekommen den Bruch, der beim Backen entsteht, umsonst.

Vielen Dank für das Gespräch und noch eine schöne Wiesn.