Die Wiesn ist wie eine Olympiade
Zwölf Uhr mittags auf der Wiesn, fünf Tage vor dem O'zapfen. Toni Roiderer, Wirt des Hackerzeltes und Sprecher der Wiesnwirte, schleppt zusammen mit seinem Zelt-Architekten Rainer Wüstinger eine Kiste mit Alubehältern voller warmer Suppe ins Wiesnbüro.
„Es gibt Essen“, ruft Roiderer den im Büro Versammelten zu, geht schonmal ins Nebenzimmer und schöpft die warme Mahlzeit in ein paar Teller. Doch alle, die er anspricht und auffordert, sich doch zu setzen und etwas zu essen, haben gerade keine Zeit. Auch der Chef selbst wird immer wieder von fröhlicher Blasmusik unterbrochen: dem Klingelton seines Handys. „Wenn ich das alles an mich ranlassen würde“, seufzt er zwischen zwei Löffeln Rindersuppe, „würde ich wahnsinnig.“
Herr Roiderer, Sie haben eigentlich gar keine Zeit für ein Interview...
Das ist richtig, aber für Oktoberfest.de nehme ich mir immer Zeit.
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Toni Roiderer und sein Architekt Rainer Wüstinger.




