Viel Lachen

Interview mit Peter Hartwich, dem neuen Leiter der Wiesn-Wache.

300 Polizeibeamte sind für die Wiesn abgestellt, die allerdings nicht alle gleichzeitig im Einsatz sind. Peter Hartwich ist ihr Chef.

Seit mehreren Jahren sind Sie nun schon Chef der Wiesn-Polizei. Hand auf's Herz: Wird das irgendwann Routine? Oder ist das jedesmal aufregend wie am ersten Tag?
Ich glaube, für jeden Münchner Gendarm ist es eine Herausforderung, auf der Wiesn Dienst zu machen.

Inwiefern?
Auf der einen Seite ist es eine Herausforderung, die Sicherheit für so viele Menschen gewährleisten zu können. Auf der anderen Seite hat die Wiesn eben einfach sehr viel Charme. Die vielen Besucher, die freundlichen Leute, nette Begebenheiten. Viel Lachen.

Sie waren ja schon mal als Vertreter des Leiters hier. Wie lange?
In der Vertreterposition war ich drei Jahre lang, von 1999 bis 2001.

Haben Sie da noch ein paar lustige Geschichten auf Lager?
Einmal bin ich mit einem Kollegen Streife gegangen, an der Entenbraterei vorbei. Auf einmal springt der Koch mit weißer Mütze und hoch erhobenem Messer über den Thresen und läuft jemandem nach. Die beiden kamen genau auf uns zu. Wir haben dann natürlich den Verfolgten sofort festgenommen. Es hat sich herausgestellt, er hatte eine ganz frische Ente gestohlen. Wir haben dann entsprechend fettig ausgeschaut.

Die Dinge, die Sie erleben, sind ja nicht immer so lustig.
Sicherlich gibt es bei der Vielzahl der Menschen, die zur Wiesn kommen, auch unschöne Geschichten. Da gibt es Schlägereien und Diebstähle. Auch auf solche Dinge sind wir vorbereitet. Gänzlich verhindern werden wir sie nicht können. Aber wir tun unser Möglichstes, dass wir es begrenzen können.

Aber für Sie überwiegt bei diesem Einsatz das Schöne?
Mit absoluter Sicherheit.

Kommen auch wieder die italienischen Kollegen?
Ja, wir werden wieder italienische Kollegen haben, die uns unterstützen.

Sind Sie denn privat auch ein Wiesnfan?
Dieses Jahr nicht, weil ich ja beruflich jeden Tag da bin. Aber sonst war ich schön öfters auf der Wiesn. Die Wiesn ist wie ein Virus. Wenn man einmal angesteckt ist, dann geht man immer wieder her.

Wir danken Herrn Hartwich für das Interview.