Bayerisch. Blond. Bezaubernd.

Das Münchner Kindl 2016 ist gekürt.



Für eine echte Münchnerin kann es gar kein ehrenvolleres Amt geben als das des Münchner Kindl. Seit 1938 wird das Amt vom Münchner Festring e.V. übertragen. In diesem Jahr repräsentiert die hübsche Viktoria Ostler die Bayerische Landeshauptstadt - auf sie warten im Laufe des Jahres jede Menge Aufgaben und Highlights.

Die Geschichte des Münchner Kindl

Das Münchner Kindl blickt auf eine lange Geschichte zurück, seinen Ursprung findet es in der offiziellen Wappenfigur der Stadt: ein nach rechts blickender Mönch, gekleidet in goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen. In der linken Hand hält er ein rotes Eidbuch, sehr wahrscheinlich das Stadtrechtsbuch oder ein Evangelienbuch. Die rechte Hand zum Schwur erhoben, handelt es sich womöglich um die segnende Hand des Mönches. Die Wappenfigur wurde schon früh häufig auch als Münchner Kindl bezeichnet. Über die Jahre wurde das Wappen immer wieder leicht verändert und nach und nach verkindlicht. In den 1920ern wurde dann aus dem Mönch ein Mädchen, also tatsächlich das heutige Münchner Kindl. Es zählt, neben der Frauenkirche und dem Englischen Garten, zu den beliebtesten München-Motiven und ist zum Beispiel auf Trambahnen, Postkarten, Plakaten und Bierkrügen abgebildet.

Das Münchner Kindl heute

In der Gegenwart stammt das Münchner Kindl meist aus den Reihen der Münchner Wirte, Schausteller und Brauereien. Als Botschafterin und „Gesicht“ von München hat das Münchner Kindl einige ehrenvolle Aufgaben zu erfüllen und repräsentiert die Stadt München auf zahlreichen Anlässen. Ein guter Umgang, Fremdsprachenkenntnisse und ein umfangreiches Wissen rund um München und den Freistaat Bayern sind dementsprechend wichtige Voraussetzungen. Die alljährlichen Highlights sind natürlich der Einzug der Wiesnwirte und der Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest. Beide Umzüge werden vom Münchner Kindl angeführt, auf einem Pferd sitzend, traditionell gekleidet in goldgeränderter schwarzer Franziskaner-Kutte. Das Pferd kommt jedes Jahr aus den Stallungen der Spaten-Brauerei. Aktuell ist es ein belgisches Kaltblut vom Zenglerhof in Neufahrn bei Egling, heißt „Jackl“, und wird mit Prunkgeschirr und Damensattel natürlich ebenfalls fein herausgeputzt. Beim traditionellen Oktoberfest-Anstich steht das Münchner Kindl neben dem Oberbürgermeister, in diesem Jahr wieder neben OB Dieter Reiter.

Viktoria Ostler

Das Münchner Kindl 2016 heißt Viktoria Ostler. Die gebürtige Münchnerin ist 23 Jahre jung, studiert aktuell Rechtswissenschaften an der LMU München und ist selbstverständlich schwer verliebt in ihre Heimatstadt und in ganz Bayern. Viktoria ist ein waschechtes Münchner Kindl und lebt mit ihrer Familie seit Generationen im Raum München. Die Familie führt einen eigenen Betrieb und pflegt beste Kontakte zu den großen Münchner Brauereien - so hat Viktoria seit jeher auch einen Bezug zum Oktoberfest. Viktoria Ostler stammt beinahe schon aus einer Münchner Kindl-Dynastie: Tante Helene und Großtante Traudi verkörperten ebenfalls bereits das Münchner Kindl. Unser aktuelles Münchner Kindl tritt in die Fußstapfen berühmter Münchner Kindl: 1938 wurde Pumuckl-Autorin Ellis Kaut die Ehre zuteil, 1979 und 1980 der TV-Moderatorin Hannelore Fischer.