Comeback für das Hippodrom

Wie es aussieht, scheint sich ein altes Sprichwort zu bewahrheiten: Totgesagte leben länger.

Ein spektakuläres Comeback steht an, denn alle Zeichen weisen darauf hin, dass das Hippodrom nach einem Jahr Pause zum Oktoberfest wieder seine Tore öffnen wird - zwar nicht auf der Theresienwiese, dafür aber nicht mal 900 Meter Luftlinie von der Wiesn entfernt.
Im Postpalast sollen die Partys zur Wiesnzeit steigen. Von der Festwiese aus muss man nur einmal über die Hackerbrücke und schon kann man in der Wredestraße wieder bei Familie Krätz feiern. Beim Postpalast handelt es sich um das ehemalige Paketzustellamt der Post, das ursprünglich im Jahr 1927 errichtet worden war.

Die Leitung soll dabei übrigens nicht Sepp Krätz übernehmen, sondern seine Gattin Tina und seine Schwester Johanna Barsy. Sepp Krätz selbst war schon 2014 nach seinem Prozess wegen Steuerhinterziehung von der Stadt München bei der Zeltvergabe auf dem Oktoberfest nicht mehr berücksichtigt worden und kämpft aktuell um seine Schanklizenz.
Die beiden Damen haben die entsprechende Erfahrung im Gepäck: Gemeinsam leiten sie bereits das kleine Hippodrom, das nach wie vor auf dem Frühlingsfest dabei ist.

Wer sich mit dem Ort der Party abseits der Theresienwiese anfreunden kann, wird ansonsten wohl nicht viel vermissen. Die Dekoration und die Biertischgarnituren des legendären Bierzelts sollen in Containern eingelagert und einsatzbereit sein, so dass also auch in Zukunft wieder zwischen Holzpferdchen angestoßen und getanzt  werden kann.

Wie gemunkelt wird, soll das Hippodrom im Postpalast während des Oktoberfests täglich ab 18 Uhr geöffnet sein, allerdings nur etwa 1.800 Gästen Platz bieten. In das Wiesnzelt hatten bis zur Schließung noch 3.300 Menschen gepasst.