Feng Shui gegen Raufereien?

Corinna Kartje glaubt fest an ihr fernöstliches Konzept. Die Mandelverkäuferin hat daher ihren Stand so umkonstruiert, dass positive Energien besser fließen können - und der Umsatz steigt tatsächlich.

Nur um drei Grad gen Süden hat Kartje den Mandelstand gedreht und zusätzlich an der Decke Steine und Münzen aufgehängt. Mehr hätte es gar nicht gebraucht, dass die negativen Energien nun beseitigt und Blockaden gelöst seien. Die Energien seien nun so geleitet, dass sie für Wohlstand sorgen, so die Standlbesitzerin.

Und tatsächlich sind nicht nur ihre Verkäuferinnen besser gelaunt, sondern auch der Umsatz steigt an. Die Kunden merken davon erstmal nichts, würden aber laut Kartje dennoch beeinflusst werden: "Feng Shui spürt man, sieht man aber nicht."

Skeptiker mögen die Umsatzsteigerung auf andere Ursachen zurückführen. Kartje jedoch ist fest vom Nutzen von Feng Shui für das Oktoberfest überzeugt. Die ganze Theresienwiese sei voll positiver Energien. „Es wäre eine Herausforderung, alles so zu optimieren, dass es weniger Raufereien gibt“, sagt sie. „Spannend wäre es auch, die Münzen so zu platzieren, dass der Bierkonsum steigt.“