Neue Attraktionen auf der Wiesn 2016

Beim traditionellen Oktoberfest-Presserundgang hat Bürgermeister Joseph Schmid die Highlights 2016 vorgestellt.

Der Saft

Michael Töppers Saftbar lockt Gesundheitsbewusste und diejenigen, die es werden wollen, weg vom Bier zum Fruchtsaft. Sechs verschiedene Sorten frisch gepresste Powerdrinks geben dem Wiesn-Besuch den ultimativen Frischekick. Reichhaltige Cocktails, Smoothies und Salate aus Früchten der Saison und täglich mehrmals frisch gerührter Früchtequark ohne Konservierungsstoffe runden das Angebot ab.

Amazonas

Das Abenteuer einer Erlebnisreise über drei Etagen „Dschungel“ beginnt im tropischen Regenwald, so wie ihn Angelo Agtsch im Jahr 2007 nach eigener Vorstellung gestalten ließ. 2016 ist das Laufgeschäft "Amazonas“ wieder zu Gast auf der Wiesn und lädt zum hautnahen Begegnen mit fremden Kulturen und exotischen Tieren ein. Nicht nur die Geschicklichkeit der Besucher wird herausgefordert, sondern auch deren Nervenstärke auf die Probe gestellt: Exotische Spinnen, fleischfressende Pirhanas und lebende Reptilien und Schlangen können aus nächster Nähe bestaunt werden. Dabei ist für die Sicherheit der Expeditionsgäste ebenso gesorgt wie für die veterinäramtlich geprüfte artgerechte Tierhaltung.

Breakdance No. 1

Ein Volksfest-Klassiker par excellence ist der Breakdance No.1 der Familie Kaiser-Grünberg. Durch seinen rasanten Fahrablauf ist der Break Dance besonders bei der Jugend sehr beliebt. Die ständigen Veränderungen der Licht-, Sound- und Farbeffekte machen das Hightech-Karussell immer noch zu einer Attraktion.

Jo Kurt

Einem überdimensionalen Joghurtbecher nachempfunden ist der Verkaufsstand, wo Michael Courtney zur Erfrischung der Wiesn-Besucher trendige „Frozen Yoghurt“ in Bio-Qualität anbietet. Der fettarme Joghurt aus regionalen Molkereien wird cremig aufgeschlagen und mit frischen Früchten der Saison nach Wahl getoppt – eine schlanke Schleckerei. Auch Veganer können sich freuen, da diese Spezialität auch aus Sojamilch zubereitet wird. Wer es gehaltvoller will, kann Nüsse, Schokosplitter und andere Kalorienträger auf den Portionen, die es in drei Größen gibt, verteilen.

Edi's Kaffeetreff

Edmund Eckls Geisterbahn „Shocker“ steht nicht mehr auf der Wiesn. „Geister-Edi“, wie der Geisterbahnbetreiber Eckl von Fans auch genannt wird, hat umgesattelt und versetzt seine Kundschaft statt mit Horror ab sofort durch Kalorienzufuhr in Angst – um die schlanke Linie: Ein schneeweißes Spitzdach, das bei Nacht in zarten Pastelltönen leuchtet, krönt die Kaffeetheke im Retroschick der 60er Jahre von Edi's Kaffeetreff. Hier bewirtet Familie Eckl ihre Gäste mit Kaffee und Kuchen. Am Mastenplatz mitten in der Schaustellerstraße präsentieren Edmund und Christine Eckl ihr neues Kaffeestandl mit Geschmack. Schoko-Kirsch, Marmor, Apfelstrudel sind nur einige der Leckereien, die stylisch im Glas angeboten werden. Dazu einen Filterkaffee, Cappuccino, Espresso oder heiße Schokolade – perfekt ist das Kaffeeglück. Tochter Sonja Eckl durfte für Edi's Kaffeetreff ihr Hobby ausleben; Sie dachte sich die speziellen Kuchenkreationen aus und stellte sie auch in ihrer Backstube her. Zusätzlich gibt es klassischen Streuselkuchen vom Blech und einige süße Überraschungen.

Runter mit dem Zylinder

Bereits 1910 ist die Ballwurfbude „Runter mit dem Zylinder“ belegt, die seit 1957 von der Familie Gaukler-Michel betrieben wird. Mit großer Sorgfalt wird die historische Wurfbude nur noch zum Oktoberfest aufgebaut, sie ist nicht mehr reisefähig. Eine Garnitur der lustigen Holzköpfe mit den schwarzen Zylinderhüten, die es mit dem Lederball herunterzuwerfen gilt, befindet sich bereits in der Schaustellersammlung des Münchner Stadtmuseums. Alte Stammkunden erzählen, dass sie als Kinder die Hüte auf die Köpfe setzten durften und sich damit ein kleines Taschengeld verdienten. Auch heute noch lieben vor allem kleine Wiesn-Gäste diese Wurfbude. Mit dieser Einzigartigkeit trägt das Geschäft und nicht zuletzt die Eigentümerin Annemarie Neumeier mit ihrer Familie zur besonderen Mischung des Oktoberfestes bei. Erstmals stellte der Münchner Wirt Anton Gruber 1818zur Belustigung seiner Wiesn-Gäste eine “Taubenscheibe“ auf. Es handelte sich dabei um einen stationären Wurfstand, auch „Taubenwerfen“ genannt, wie er bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Wiener Prater belegt ist. Auf den Volksfesten gab es das Taubenwerfen bis in die 1950er Jahre. Um 1880 tauchten in den Beschickerlisten Platten-, Messer-, Ring- und Ballwerfen auf.

Hühner- und Entenbraterei Poschner

Rundum erneuert steht die traditionsreiche Hühner- und Entenbraterei Poschner auf dem Oktoberfest. Auf der Fassade, entworfen von der Grafikdesignerin und Malerin Tita E. Gronemeyer, wird die über 80jährige Oktoberfest-Tradition der Firma Poschner sichtbar, verbunden mit Münchner Persönlichkeiten der (Wiesn-)Geschichte. Zu sehen sind unter anderem der Künstler Ludwig Schwanthaler, wie er seine Idee von der Kolossalstatue Bavaria dem Erzgießer Ferdinand von Miller nahe bringt, der „Bayerische Herkules“ und Wiesn-Wirt Steyer Hans, der mit zwei Fingern ein volles Bierfass lupft, und Anna und Bernhard Poschner, die 1934 auf dem Oktoberfest die Firmentradition begründeten. Auch im Innenraum hat sich der Wirt Berni Luff neue Annehmlichkeiten für seine Gäste einfallen lassen. Ein Cabriodach zum Öffnen sorgt für gute Belüftung. Die hochwertige Gestaltung des Gastraumes mit Massivholzmöbeln aus heimischer Rotbuche und Bestuhlung mit Rückenlehnen trägt zum Komfort bei. Das komplette Zelt und der Straßenverkauf sind barrierefrei, eine Behindertentoilette ist im Zelt integriert und Rollstuhlplätze sind vorhanden. Familienfreundlich stehen Wickeltisch und Parkplätze für Kinderwägen (und Rollis) bereit. Eine neue Schänke und ein Showgrill im Bratraum sind echte Hingucker. Mit einer größeren Solaranlage und der Verwendung von Ökostrom und -gas trägt der Wirt zur Öko-Wiesn bei. Kulinarisch wird Tradition zeitgemäß interpretiert: Ein großer Teil des Speisenangebotes ist bio-zertifiert. Vegetarische und vegane Gerichte stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Bewährtes wird beibehalten: Als einziger Gastrobetrieb auf der Wiesn schenkt Poschner auch das ursprüngliche Wiesn-Märzenbier, natürlich aus dem Holzfass, aus. In den Abendstunden spielen die „Goldtropfwand´la“ aus dem bayerischen Oberland „unplugged“ traditionelle Volksmusik.

Das neue Hacker Festzelt

Der „Himmel der Bayern“ hat ein nagelneues Domizil bekommen, erbaut von der Zeltbaufirma Deuter aus Fürstenfeldbruck. Der Neubau der Festhalle, die ihren typischen Charakter behält, bringt einige Verbesserungen für Besucher wie Servicepersonal. Das sogenannte „Shed-Dach“, ein in sich verschiebbares Satteldach mit Belüftungsbalken, sorgt für gute Be- und Entlüftung, auch bei Regen. Die Boxen werden höher als zuvor und damit „luftiger“. Der neue 50 Meter lange und überdachte Südbalkon bietet Platz für 560 Gäste. Bequem zu erreichen sind jetzt die auf beiden Seiten des Zeltes angeordneten insgesamt 198 Toiletten für Damen und Herren. Neue Schänken auf der Galerie und direkte Versorgungswege zum Küchentrakt erleichtern den Bedienungen die Arbeit. Den Innenraum ziert ein Monumentalgemälde von 2.000 Quadratmetern. Der Entwurf des Dekorationsmalers Rudi Reinstadler zeigt Münchner Szenen wie die Surfer am Eisbach oder ein Picknick an der Isar. Geblieben ist die Musikbühne in der Mitte des Zeltes, der berühmte Sternenhimmel und die Gastplatzzahl (6.830 im Innenraum und 2.520 im Biergarten und auf dem Balkon). 

Technische Daten 
Front/ Breite: 44,5 m 
Grundfläche: 4925 m² 
Tiefe/Länge: 93 m 
Verbautes Material: 70.000 kg Stahl, 40.000 Holzschrauben, Höhe: 14,2 m 44.000 Fußbodenbretter 


Beim Biermann

Vertraut, gemütlich, heimelig – so soll es an der Schnaps- und Cocktailbar von Peter Biermann zugehen. Inszeniert ist die Anlaufstelle für alle, die Hochprozentiges genießen wollen, als Jagdhütte. Hochwertige Produkte aus der bayerischen Region wie der Likör „Hirschkuss“ aus Lenggries oder die Schnäpse der Vorarlberger Fein-Brennerei Prinz , gezapft aus dem Holzfass, munden mit Qualitätssiegel. Peter Biermann kommt aus einer Schaustellerfamilie, die seit sechs Generationen auf der Wiesn steht. 1882 baute Maria Biermann erstmals ihr Riesenrad auf der Theresienwiese auf. Großvater Peter Biermann präsentierte um 1950 das „Calypso“. Peter Biermann junior, Jahrgang 1977, erhielt während des Schaustellergottesdienstes im Hippodrom die Taufe.

Sky Fall

Der höchste transportable Free Fall Tower der Welt aus der Wiener Karussellschmiede Funtime feierte am Oktoberfest 2013 seine WiesnPremiere. Michael Goetzke bietet mit seinem „Sky Fall“ den Wiesn-Gästen das atemberaubende Erlebnis eines freien Falls. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung: In einer Drehgondel dürfen die Fluggäste nach der Aufwärtsfahrt auf 70 Metern Höhe die Aussicht genießen, während die Spannung bis zum Absturz steigt. Dann klinkt die Passagiergondel aus, wird von der Erdanziehung stark beschleunigt und der absolut freie Fall setzt schlagartig ein. Berührungslose Magnetbremsen fangen die Gondel sanft wieder ein, die über hydraulische Endpuffer zum Stehen kommt.