Neuheiten auf der Wiesn 2017

Auch dieses Jahr gibt es auf der Wiesn wieder neue Fahrgeschäfte, die sich auf mutige Fahrgäste freuen.

Drifting Coaster
Schwerelos über Buckelpisten, rasanter Slalom mit Links-Rechts-Drifts und Steilfahrten gen Himmel machen das aufregende Fahrvergnügen des neuen Achterbahntyps aus, der letztes Jahr vom französischen Hersteller Reverchon als Weltneuheit entwickelt und gebaut wurde.
Der „Drifting Coaster“ von Mike FTE Ahrend ist ein Fahrspaß für die ganze Familie, enthält aber auch einen besonderen adenalintreibenden Kick: Jeweils vier Passagiere sitzen zu zweit Rücken an Rücken in einer ausschwingenden Gondel, die je nach Verlauf der Strecke eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern und eine Neigung bis zu 120 Grad in den Kurven erreichen kann. Eine gesicherte Bügelverriegelung und ein vollständig überwachter Fahrablauf sorgen für hohe Fahrgastsicherheit.

Technische Daten
Höhe: 16 m
Schienenlänge: 480 m
Gewicht: ca. 200 t
Fahrzeuge: 10 á 4 Personen
Baujahr: 2016

Jules Verne Tower
„In 80 Metern um die Welt“ ist frei nach Jules Vernes Abenteuerroman das Motto des höchsten und einzigen voll thematisierten mobilen Riesenkettenfliegers der Welt. Der „Jules Verne Tower“ feierte im April 2017 auf der Frankfurter Frühjahrsdippemess Premiere und ist nun auf der Wiesn zu Gast. Die Aussichtsfahrt in luftiger Höhe von 70 Metern und mit einer Reisegeschwindigkeit bis zu 65 Stundenkilometern genießen die Fahrgäste in ergonomisch geformten Schalensitzen. Sie sind mit Bügelstange und neu entwickelten Automatikgurten doppelt gesichert. Der Aufzug zieht den Fahrgaststern mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern pro Sekunde an die Spitze des Turms. Bereits kleine Passagiere ab sechs Jahren und 1,20 Metern Größe können in Begleitung von Erwachsenen zum Rundflug starten; ab acht Jahre dürfen Kinder im Alleinflug Runden drehen. Wie es sich für ein Familienkarussell gehört, ist das Fahrerlebnis sanft mit rundum freiem Panoramablick.
Optisch greift der neue Riesenkettenflieger von Alexander Goetzke die Science-Fiction Visionen des Schriftstellers Jules Verne (1828 – 1905) auf. Für alle, die nicht in die Höhe wollen, zeigen vier große LED-Videowände eigens für den Jules Verne Tower produzierte Filmaufnahmen verschiedener Kontinente und Konstruktionszeichnungen imaginäre Fluggeräte aus der Epoche von Jules Vernes.
Mit seinem brandneuen Jules Verne Tower aus der österreichischen Karussellschmiede Funtime setzt Alexander Goetzke, der „Pionier auf dem Gebiet der Riesenkettenflieger“, neue Maßstäbe. Energieeffizienter Antrieb, sparsame LED-Beleuchtung, Verwendung von Ökostrom und umweltverträglichem Bio- Hydrauliköl und -Schmierstoffen ist für ihn selbstverständlich.

Technische Daten
Gesamthöhe: 80 m Flughöhe: 70 m
Gondelausflug: 32 m (ab 7 m Höhe im Rotationsbetrieb)
Gondelanzahl: 16 Gondelkapazität: 2 Personen
Baujahr: 2017 (Fa. Funtime/ A)


Voodoo Jumper
Niemand muss sich fürchten in Trance zu geraten, wenn als Passagier des Voodoo-Jumpers in zwölf hängenden Zweiergondeln sitzend im Kreis herumgewirbelt wird. Immer wieder auf und ab katapultiert der schnelle Hüpfer die Gondeln und schafft dadurch den Freifalleffekt für die Insassen ganz ohne Kopfüberfahrt. Das familientaugliche Rundfahrgeschäft des Typs „Speed Jumper“, vom italienischen Hersteller Fabbri 2012 gebaut, erlaubt 24 verschiedene Fahrprogramme, verzaubert mit thematisierten Soundtracks und bunten LED-Lichteffekten. Wenn das Wetter passt, kommt sogar Wasserspaß ins Spiel.
Eine Besonderheit des Fahrgeschäfts des Schaustellers Hans Otto Schäfer ist ein schräges Podium und die nicht in üblicher Airbrush-Technik, sondern von einem Kunstmaler mit Pinsel und Farbe gestaltete Kulisse, auf der farbenfroh und mit einem kleinen Augenzwinkern der afrikanische Voodoo-Kult Thema ist.

Technische Daten:
Höhe: 9,65 m

XXL-Racer
Eine Fahrt im nagelneuen Giant Booster „XXL Racer“ von Franz und Hilde Goetzke und Arnd Bergmann bringt Thrillsüchtige in Höhen- und Geschwindigkeitsrausch, wenn sich der lange Arm des Propellers frei um eine horizontale Achse dreht. An dessen Enden hängt je eine freischwingende Fahrgastgondel mit Platz für acht Personen.
Während die Fahrgäste am Boden in die eine Gondel ein- oder aussteigen, haben die Passagiere der anderen Gondel in 55 Metern Höhe einen grandiosen Rundblick über die Wiesn. Voll besetzt schwingt der Propeller seine Besatzung mit bis zu 120 Stundenkilometern abwechselnd im Vorwärts undRückwärtsgang rasant durch die Lüfte. Hergestellt in der italienischen Fahrzeugschmiede Fabbri ist der XXL-Racer bestückt mit LED-Leuchten, die ein prächtiges Farbenspiel erzeugen.

Technische Daten
Höhe: 55 m


Nostalgiekinderkarussell
Rosa Schweinderl, ein Ziegenbock, Holzpferde und zwei Kutschen bestücken das Hängekarussell von Markus Dörwald auf der Oidn Wiesn. Laut Prüfbuch drehte das historische Fahrgeschäft schon 1948 seine Runden auf einem Volksfest in Bonn. Das kleine Karussell hat Seltenheitswert, es ist ein Unikat und über 70 Jahre alt.

Technische Daten:
Durchmesser: 7 m
Höhe: 4,3 m

Nostalgie-Eisenbahn „Märchenlandexpress“
Die älteste Kindereisenbahn der Welt, Jahrgang 1924, macht erstmals Station auf der Oidn Wiesn. Schon vor genau 40 Jahren, 1977, drehte dieses Prachtexemplar einer Kindereisenbahn auf dem Oktoberfest seine Runden. Die Bahn, gezogen von einer Dampflokomotive, fährt durch ein „Märchenland“ mit Wasserspielen, beweglichen Figuren und einem echten Tunnel. In den historischen Waggons dürfen auch Erwachsene Platz nehmen und die Kinder auf dem Rundparcours begleiten. Der „Märchenexpress“ von Michael Dräger ist für Menschen mit Handicap geeignet.
Im „Bahnhof“ gibt es Sitzbänke zum Ausruhen und einen Wickel-und Stillraum für die jüngsten Eisenbahnfahrer. Betrieben wird die historische Lok mit einem 16 PS starken Drehstrommotor, der über einen Stromabnehmer in der Mitte der Anlage und einer Oberleitung mit Strom versorgt wird. Beleuchtet wird der Märchenlandexpress mit LEDLichttechnik.

Technische Daten:
Schienenlänge: 44 m