Oktoberfest 2016 - Die Wiesn der Superlative

Millionen von Oktoberfestbesuchern können sich freuen: Das beliebte Festzelt "Tradition" begrüßt auch auf dem Oktoberfest 2016 seine Gäste

Als Attraktion der Oidn Wiesn müsste das Festzelt "Tradition" in diesem Jahr eigentlich geschlossen bleiben, denn die Oide Wiesn macht Pause und Platz für das „Zentral-Landwirtschaftsfest“. Sein traditionelles Festzelt hat sich aber in nur wenigen Jahren zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt, so dass die Oktoberfestleitung nun flexibel reagiert und schon jetzt für ein Highlight auf dem Oktoberfest 2016 sorgt: Oktoberfest, Zentral-Landwirtschaftsfest UND – denn „a bisserl was geht immer“ – sogar  ein Stück Oide Wiesn.
 

Die Oide Wiesn


Seit 2010 gibt es sie und wird von Jahr zu Jahr immer beliebter: Die Oide Wiesn, die parallel zum Oktoberfest auf dem südlichen Teil der Theresienwiese stattfindet. Zum 200-jährigen Oktoberfest- Jubiläum wurde die Idee geboren, den Besuchern eine Wiesn zu präsentieren, wie sie früher einmal war. Die Oide Wiesn ist längst kein Geheimtipp mehr, über eine halbe Million Menschen strömen jedes Jahr auf das nostalgische Gelände des Oktoberfestes. Vor allem Familien besuchen die Oide Wiesn gerne, hier ist es meist ein bisschen ruhiger und gemütlicher – so wie früher eben. Die historischen Buden, Stände und Fahrgeschäfte begeistern Groß und Klein auch heute noch. Zwar kostet die Oide Wiesn Eintritt, dafür aber sind alle Fahrgeschäfte sehr günstig. Ein spannendes Museumszelt gibt es genauso wie ein Festzelt mit frisch gezapften Bier, Musik und vielen Schmankerln.


Das Zentral- Landwirtschaftsfest


Seit 1811 findet parallel zum Oktoberfest auch noch ein weiteres Highlight auf der Theresienwiese statt: das Zentral- Landwirtschaftsfest (ZLF). Wie das Oktoberfest selbst wurde auch das ZLF anlässlich der Hochzeit des Bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Therese von Sachsen-Hildburghausen veranstaltet. Bis 1996 war das ZLF jedes Jahr auf der Wiesn vertreten, seitdem nur noch alle vier Jahre. 2016 ist das ZLF-Motto: „LebensMittelPunkt Landwirtschaft“. Auf rund 120-tausend Quadratmetern gibt es alles Neues und Interessantes aus der Agrarwelt zu sehen und zu bestaunen, hunderte Aussteller kommen mit großen Maschinen und Gerätschaften, es gibt Tiervorführungen und Diskussionsrunden. Auch hier können sich die Besucher immer auf kulinarische Köstlichkeiten freuen.

Oktoberfest 2016 – ein bisserl Oide Wiesn


2016 sollte eigentlich gar keine Oide Wiesn stattfinden, da turnusgemäß das Zentral- Landwirtschaftsfest an der Reihe ist und für beide reicht der Platz nicht aus auf dem südlichen Teil der Theresienwiese. Doch die Oide Wiesn ist mittlerweile so beliebt, dass sich der Münchner Stadtrat immer mehr Diskussionen ausgesetzt sah. Nun haben sich die Stadt München und der Bauernverband darauf geeinigt, dass es auch in 2016 einen Hauch der Oiden Wiesn geben soll und grünes Licht für den Aufbau des Festzelts „Tradition“ gegeben. Schon gibt es Kritiker, denen das zu wenig ist und im Internet läuft eine Petition für eine Verlegung des ZLF nach Riem, damit die Oide Wiesn jedes Jahr genug Platz auf der Theresienwiese hat. Die Erfolgsaussichten sind aber gering, Bauernverband und Stadt wollen am vierjährigen Zentral- Landwirtschaftsfest auf der Wiesn festhalten, schließlich gehören Oktoberfest und ZLF historisch zusammen.

Und so wird es laufen


2016 wird das Festzelt „Tradition“ auf dem Gelände des Zentral- Landwirtschaftsfestes an der Ecke Bavariaring/Matthias-Pschorr-Straße aufgestellt. Da das 9-tägige ZLF jeweils nur bis 18 Uhr geöffnet hat, wird es für das traditionelle Zelt eine Ausnahmeregelung geben: an den Tagen des ZLF wird es von 18 bis 22 Uhr geöffnet bleiben, an allen anderen Tagen bis Oktoberfestende (03.10.) ganztägig geöffnet. Die Oktoberfest-Besucher können sich wieder auf ein buntes Programm im „Tradition“ freuen - mit Musik, Trachtengruppen, Augustiner- Bier im Keferloher-Tonkrug, Schuhplattlern und Goaßlschnoizer. Die  beiden Betreiberfamilien Winklhofer und Wieser bieten wie jedes Jahr auch viele bayerische Schmankerl wie Schweinsbraten und Zwetschgenbavesen.

Das kostet es


In der ersten Woche ist der Zugang zum Festzelt „Tradition“ im Eintrittsgeld für das Zentral-Landwirtschaftsfest enthalten, ab der zweiten Festwoche kostet der Eintritt zwei Euro. Das Eintrittsgeld soll für gute Zwecke gespendet werden. Für die zwei Euro geht’s aber nicht nur ins Zelt, der Besucher hat damit auch Zugang zum fränkischen Dorfplatz des ZLF, das auch nach dem Zentral- Landwirtschaftsfest stehen bleiben soll. Hier werden Wein und Handwerk aus Franken präsentiert.