So viel verdient eine Wiesn-Bedienung

Zehn Krüge auf einmal trägt so manche Wiesn-Bedienung durchs Zelt und das jeden Tag für über zwei Wochen. Wer so hart arbeitet, sollte auch ordentlich verdienen. Lesen Sie hier wieviel ein Festzelt-Kellner im Schnitt bekommt.

Von einem Verdienst von 15.000 Euro berichtete die Münchner Abendzeitung vor kurzem. Gegen diesen Betrag wehren sich die Kellner nun, da er um einiges zu hoch gegriffen sei. „Das trifft nur auf etwa fünf Prozent aller Bedienungen zu“, sagt Walter Straubinger, Kellner aus dem Schottenhamel-Biergarten. „Die meisten von uns verdienen im Schnitt 5200 Euro.“

Dieser Betrag errechnet sich folgendermaßen: Eine Bedienung kümmert sich im Schnitt um vier Tische zu je 10 Personen. An einem Werktag verkaufen sich so im Schnitt 100 Maß, an einem Wochenendtag auch mal 300 Maß. Hinzu kämen andere Getränke und Essen. An einer verkauften Maß verdient eine Bedienung 50 Cent, hinzu kommt das Trinkgeld von durchschnittlich nochmals 50 Cent.

Darüber, ob man nun drinnen besser verdient als draußen, sind sich die Kellner uneinig. Eine Hofbräu-Bedienung jedoch sieht deutliche Unterschiede: An reservierten Tischen äßen und tränken die Leute wesentlich mehr als etwa im HB-Biergarten, wo man im Durchschnitt 5500 Euro verdiene.

Über 10.000 Euro sei höchstens in den Promi-Boxen zu verdienen, so ein Kellner. Für die meisten sei die Wiesn jedoch sowieso nur ein Zusatzverdienst. Der Großteil hat einen festen Job und nimmt sich extra für die Oktoberfestzeit-Urlaub. In einem sind sich alle einig. „Es ist ein Knochenjob, aber für zwei Wochen ist das sehr gutes Geld.“