Tisch-Reservierung im Internet

Auf Ebay und Co blüht der Handel mit Tischreservierungen - zu abstrusen Preisen.

So sicher wie das Amen und der Kirche und das "O'zapft is!" am ersten Wiesn-Tag, genauso sicher blüht in den Wochen vor dem Oktoberfest das Geschäft mit Tischreservierungen in den Zelten auf der Theresienwiese. Die Preise sind teilweise astronomisch.
Meist ist das Paket identisch: Ein Tisch für 10 Personen und pro Person Wertmarken für zwei Maß Bier und eine Portion Hendl.
Dass man zur Reservierung normalerweise noch Wertmarken für den Verzehr dazubekommt, liegt daran, dass die Reservierung stets kostenfrei ist. Allerdings verpflichtet man sich bereits im Vorfeld zu einer Art Mindestverzehr pro Gast, den man bezahlt und mit der Reservierung in Form von Wertmarken ausgehändigt bekommt.

Der große Ärger bei Wiesn-Fans entsteht hauptsächlich dadurch, dass professionelle Agenturen gewerblich große Mengen an Reservierungen anhäufen und dann zu Preisen anbieten, die häufig jenseits der 3.000€ für einen 10er-Tisch liegen. Illegal ist das nicht, aber „Normale“ Besucher sehen dadurch ihre Chancen gemindert, an eine der begehrten Reservierungen, speziell abends, zu kommen – es sei denn, man greift auf die Angebote besagter Agenturen zurück.

Auf Seiten der Wirte ist das Problem bekannt. Seit einigen Jahren werden die Reservierungen und Wertmarken identifizierbar durchnummeriert und dann zurückverfolgt, wenn man Angebote dieser Art im Internet entdeckt. So habe man schon zahlreiche Anfragen der entsprechenden Agenturen für das Folgejahr eliminieren können. Auch der ein oder andere Stammgast wäre da bereits belangt und ausgeschlossen worden.
Da es sich bei den Weiterverkäufern der Reservierungen aber oft um Profis handelt, sind die meist schlau genug, im Internet keine Daten preiszugeben, anhand derer der Wirt die Reservierung schon im Vorfeld identifizieren und stornieren könnte. Zudem erfolgt die Reservierung wohl häufig nicht im Namen einer Agentur, sondern erweckt den Eindruck, es handle sich um eine private Anfrage.

Selbst wenn man sich von den abenteuerlichen Preisen für so eine Tischreservierung nicht abschrecken lässt, ist vor solchen Angeboten nur zu warnen. Im Dunstkreis dieser an sich schon zweifelhaften Angebote, tummeln sich nämlich zahlreiche Betrüger, die nicht existente Reservierungen anbieten. Steht man dann mit den wertlosen Papieren am Bierzelt ist der Ärger groß und der finanzielle Schaden meist beträchtlich.

In eigener Sache, möchten wir von Oktoberfest.de erneut darauf hinweisen, dass wir Ihnen über diese Seite keine Reservierungen für Tische auf dem Oktoberfest beschaffen können. Auch haben wir keinerlei Einfluss auf die Vergabe der Tische. Diese Vorgänge werden alleine von den Büros der jeweiligen Zelte durchgeführt. Auch die Stadt München ist in diesen Fragen nicht involviert.
Für eine Reservierung im Bierzelt und Nachfragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte immer an das Büro des jeweiligen Festzeltes. Die Daten hierfür finden Sie stets am Ende des Artikels in unserer Zeltübersicht.