Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

Zum Schutz vor möglichen Terroranschlägen sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Münchner Oktoberfest drastisch verschärft worden.

Seit dem frühen Montagmorgen gibt es strenge Verkehrskontrollen um die gesamte Theresienwiese, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in München sagte.

Bei den Kontrollen handele es sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“, betonte der Minister. Konkrete Anschlagspläne gebe es nicht. Allerdings existierten zwei Terrorvideos, in denen direkt Bezug auf München genommen werde.

Seit dem 18.09.2009 wurden im Internet sechs Drohvideos aus Al Quaida- und Taliban-Kreisen veröffentlicht. Die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder nehmen diese Drohungen sehr ernst. Mit den Videobotschaften verfolgt die Al Quaida das Ziel, die Bevölkerung im hohen Maße zu beunruhigen und spricht Drohungen für den Zeitraum unmittelbar nach den Bundestagswahlen aus, so das Polizeipräsidium München.

Die Polizei hat daher verschiedene Maßnahmen getroffen, wie u.a. die sichtbare uniformierte Bestreifung des Wiesngeländes mit hohem Personalansatz, selektive Zugangskontrollen an den Eingängen, eine intensive Videoüberwachung in gefährdeten Bereichen und operative Maßnahmen und Erkenntnisgewinnung im islamistisch-extremistischen Spektrum

Zusätzlich wurde der Zugang für KFZ zum Festgelände stärker beschränkt. Hierzu wurde eines Kontrollring um den Bereich des Festgeländes eingerichtet mit Kontrollen des Fahrzeug- und Lieferverkehrs. Zusätzlich wurden Haltverbotszonen rund um die Theresienwiese geschaffen.

Entlang der Schwanthalerstraße, der Herzog-Heinrich-Straße, Lindwurmstraße, der Pfeuferstraße, der Ganghoferstraße, der Heimeranstraße, Alter Messeplatz und Schießstättstraße wird ein Kontrollring mit Zufahrtskontrollen errichtet. Das bedeutet, dass in diesem Bereich grundsätzlich kein Kraftfahrzeug mehr einfahren darf. Von dieser Regelung ausgenommen sind jedoch Fahrzeuge, die ein berechtigtes Interesse haben, beispielsweise Anwohner und Lieferanten für das Oktoberfest. Personen, die mit ihrem Fahrzeug berechtigt in den Kontrollring einfahren wollen, sollten ein Lichtbilddokument, wie z. B. den Führerschein und eine erforderliche Zufahrtsberechtigung für den Lieferverkehr bereithalten. Das ermöglicht eine beschleunigte Abwicklung der Kontrollen.

Für die Einfahrt von Taxen und Bussen gibt es eine restriktive Handhabung. Der bisherige Busparkplatz im südlichen Teil der Theresienwiese wird verkleinert (von 350 Plätzen auf etwa 200). Die Münchner Polizei empfiehlt, das Busse alternative Parkplätze anfahren. Die Taxistandplätze um das Festgelände herum werden aufgelöst. In einem Bereich des ehemaligen Busparkplatzes auf der südlichen Theresienwiese wird ein zentraler Taxistand eingerichtet. Taxifahrer werden gebeten, den Taxistand im Südteil der Theresienwiese über die Stielerstraße anzufahren.

Im unmittelbaren Bereich des Festgeländes, nämlich entlang des Bavariarings, der Theresienhöhe und der Hans-Fischer-Straße, wird eine Haltverbotszone für Fahrzeuge eingerichtet. Fahrzeuge, die in diesem Bereich abgestellt sind, werden entfernt. Die Münchner Polizei bittet in diesem Zusammenhang um dringende Beachtung der Haltverbote.

Das Polizeipräsidium München hat unter der Rufnummer (089) 2910-1910 ein Bürgertelefon eingerichtet, an das sich die Anrufer mit ihren Fragen wenden können. Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar.

Weitere Informationen bei der Polizei Bayern.

Straßensperren zur verschärften Sicherheitslage (Download)

Straßensperren zur verschärften Sicherheitslage (Download)


Drucken

Ähnliche Themen auf Oktoberfest.de

Flug finden