Bier im Mittelalter
Doch Hopfen setzte sich durch
Da der Brauprozess vorher recht unwägbar war und auch oft schief ging, rankten sich jede Menge Mythen und Aberglaube um die Braukunst.Erst der Einsatz der würzigen Pflanze mit dem lateinischen Namen "Humulus Lupulus" - übrigens ein Mitglied der Familie der Hanfgewächse - vereinfachte den Brauprozess und machte darüber hinaus auch das Bier haltbarer. Darum setzte sich die Verwendung des Hopfens mit der Zeit immer stärker durch.
Durch den Hopfen kam das Reinheitsgebot
Das so gebraute Bier glich schon sehr stark den heutigen Sorten-sowohl im Geschmack, wie auch im Aussehen. Um die dauerhafte Qualität des Erzeugnisses zu sichern, erließ der bayrische Herzog Wilhelm IV im Jahr 1516 ein Reinheitsgebot, dass nur die Verwendung von Gerste, Hopfen und reinem Wasser für die Herstellung von Bier erlaubte.Dass auch Hefe für das Gelingen der Gärung notwendig war, war damals noch unbekannt und so war der Gärungsprozess selbst immer noch ein Kind des Zufalls.
Bier wurde schnell zum Exportschlager
Durch die verbesserte Haltbarkeit entwickelte sich das deutsche Bier auch schnell zu einem Exportschlager. Den weltweiten Vertrieb übernahm die Hanse. So entstanden im Laufe des 14. Jahrhunderts zahlreiche Brauzentren und deutsches Bier wurde sogar bis in das weit entfernte Indien exportiert.
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Hopfen gab dem Bier mehr Geschmack und Haltbarkeit.




