Die Wiesn ohne Bier?

Auf dem Weg zum größten Volksfest der Welt

Ab 1880 gab’s was zu schauen: Das elektrische Licht hielt Einzug auf der Wiesn. 400 Buden und Zelte wurden beleuchtet und sorgten für das typische Wiesnbild bei Nacht. Bei der nächsten Neuerung teilte sich eher die Begeisterung: Die erste Maß aus Glas feierte 1892 ihren Einzug bei der Wiesn. Viele Traditionalisten hielten fest am steinernen Maßkrug.

Da München früher wesentlich kleiner war, zogen die Wirte und Veranstalter zu Beginn "hinaus" auf die Wiesn. Diese Tradition findet sich heute im Einzug der Wiesnwirte am Samstagvormittag wieder.

Erst 1950 führte Oberbürgermeister Thomas Wimmer eine allseits bekannte Tradition ein: Er sticht am ersten Wiesn-Samstag um 12.00 Uhr das erste Fass Bier an und ruft "O'zapft is'!". Seitdem lässt sich kein Stadtherr mehr das Anzapfen nehmen.

Doch die Wiesn hat auch ihre dunklen Seite: Bei einem Bombenanschlag starben 1980 am Haupteingang 13 Festbesucher, über 200 wurden zum Teil schwer verletzt. 24mal ist die Wiesn übrigens schon ausgefallen.
©Presseamt München/Nagy Gibt's erst seit 1950: Das traditionelle Anzapfen.

©Presseamt München/Nagy
Gibt's erst seit 1950: Das traditionelle Anzapfen.


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