Der Glückshafen - die Erfolgsstory des Loses

Ob Volksfest oder Wiesn - die Losstände auf diesen Festen sind meist umringt von Menschen.

Es ist ja auch immer wieder aufregend: Zuerst darf man das Los wie ein kleines Überraschungspaket aufmachen und schon während dessen hält man es vor Spannung kaum aus: Lacht einem gleich eine Niete entgegen oder ist doch eine Gewinnnummer abgedruckt?
       
Was sich heute ein jeder bei einem ausgiebigen Oktoberfestbesuch leistet, entstand um 1816 als Wohltätigkeit gegenüber den Armen: Zu der Zeit machte eine Getreideteuerung vielen Landleuten schwer zu schaffen.

Die kleinen Finger fleißiger Mädchen machten sich in den Schulen an die Arbeit und stellten Papierlose für die Lotterie her.

Als Hauptpreise dienten z. B. Silber, Porzellan oder Schmuck. Strümpfe, Pfeifenköpfe oder kleine Bildnisse des Königs waren als Trostpreise gedacht. In schlechten Jahren meinte es die königliche Familie besonders gut und kaufte große Mengen von den kleinen Losen, um sie unter Bedürftigen zu verteilen.

Bis heute hat sich der Glückshafen auf dem Oktoberfest, und auf jedem Volksfest gehalten. Die Spannung macht's, denn wer hat nicht als Kind darauf gedrängelt: "Gehen wir Lose kaufen?"