Gaudi ohne Fahrgeschäfte

Ja, wie war das damals, so ohne Strom und somit auch ohne Eurostar und Geisterbahn? Ganz einfach: die Münchner haben sich ihren eigenen Schabernack ausgedacht.

Zum einen gab es da das traditionelle Baumsteigen, eine Attraktion die von Wirten in den 1860er Jahren eingeführt wurde: Die Burschen mussten sich an einem glatt geschälten Baum empor hangeln. Oben angekommen, konnten sie sich aus allerlei Kleinigkeiten, die dort befestigt waren, ihren Preis aussuchen.

Neben Schubkarrenrennen und Sacklaufen war auch das Mus-Essen äußerst beliebt. Die beiden Konkurrenten saßen sich mit verbundenen Augen gegenüber und fütterten sich gegenseitig mit Mus. Die Belustigung der umstehenden Zuschauer nahm beim Anblick der verschmierten Gesichter natürlich kein Ende.   

Auch die alten Münchner kannten das "Würstelschnappen" schon. Allerdings fand es auf dem Oktoberfest um 1869 in Form eines Gansviert-Fangens statt. Die Wettstreiter mussten auf einer beweglichen Walze balancieren. Schafften sie es mit viel Glück bis zum Ende versuchten sie ein an einer Schnur befestigtes Stück Gans zu schnappen und schließlich als Belohnung aufzuessen.