Wie entsteht ein Oktoberfest-Bierkrug?

Ohne die berühmten Sammlerkrüge ist das Oktoberfest gar nicht mehr zu denken. Eine lückenlose Serie aller Oktoberfestkrüge hat einen Wert von einigen tausend Euro. Doch wie werden die Steinkrüge eigentlich hergestellt? In einer eindrucksvollen Fotoreihe können Sie hier die Herstellung eines offiziellen Oktoberfestkruges 2010 durch die Traditionsfirma RASTAL mitverfolgen. Jeder einzelne Schritt erfordert präzise Handarbeit, so dass jeder der limitierten Oktoberfest-Krüge ein kleines Kunstwerk ist.

1. Das Henkeln

Eine ordentliche Maß muss man natürlich auch stemmen können. Daher werden an die zunächst henkellosen Steinkrüge sehr sorgfältig mit Hand Tonhenkel angefügt.


2. Das Schwämmen

Mit einem feuchten Schwamm werden daraufhin die Übergänge von Henkel und Krug verstrichen, so dass die Oberfläche ganz gleichmäßig wird.


3. Der erste Brennvorgang

In einem großen Ziegelofen werden die Krüge anschließend bei etwa 1000 Grad gebrannt bis die Steinkrüge hart sind.


4. Das Auflegen des Dekors

Die Vorlage des offiziellen Oktoberfest-Logos wird mit Hand auf den Krug gelegt und vorsichtig glatt gestrichen, damit keine Wellen entstehen. Jetzt sieht der Bierkrug schon fast nach einem richtigen Oktoberfest-Steinkrug aus.


5. Das Rändern

Mit einem feinen Pinsel werden farbige Ränder rund um den Krug gestrichen. Eine drehbare Scheibe, auf der der Oktoberfestkrug steht, erleichtert dies.


6. Der zweite Brennvorgang

Durch einen weiteren Brennvorgang wird das Oktoberfest-Logo mit der Oberfläche des Bierkruges untrennbar verbunden.

Für den Sammlerkrug ohne Deckel endet der Entstehungsprozess hier. Der Oktoberfestkrug mit Zinndeckel hat noch einen Arbeitsschritt vor sich.


7. Das Deckeln

Den krönenden Abschluss stellt das Deckeln des Oktoberfestkruges dar. Der massive Zinndeckel ist Handarbeit und wurde für das Jubiläumsjahr 2010 mit einer zarten Prägung des königlichen Hochzeitspaares Kronprinz Ludwig und Therese von Hildburghausen versehen. Diese Prägung spiegelt originalgetreu eine Jubiläumsmedaille aus dem Jahre 1935 wider.