Auf welcher Seite trägt man die Dirndl-Schleife?

Wo sitzt die Schleife der Dirndl-Schürze richtig?

Wie vermittelt man als Dirndlträgerin, ob man einem Flirt zugeneigt ist oder lieber ungestört eine Maß genießen möchte? Ist die auserwählte Dame überhaupt zu haben? Oder ist sie schon vergeben, verlobt oder gar verheiratet?


Hat man eine fesche Dame im Bierzelt erspäht und möchte sich ihr nähern, ist es bei Schleifen wie mit der sprichwörtlichen schwarzen Katze:
Schleife links, Glück bringt’s!

Denn ist die Schürze auf der linken Seite gebunden bedeutet das: Ledig!
Anbandeln erlaubt oder sogar erwünscht!


Achtung bei Schleife rechts!
Dagegen gilt: Schleife rechts ist für Burschen auf der Pirsch schlecht. Dann ist die Dame in Tracht nämlich mit einem gestandenen Mannsbild liiert oder gar verheiratet.
Flirtversuche also lieber bleiben lassen – oder eine ordentliche Watschn oder schlimmeres in Kauf nehmen.


Mitte? Alles andere als unschlüssig!
Wird die Schürzenschleife vorne mittig gebunden, könnte man darauf schließen, dass das Mädel im Trachtengewand ein wenig verunsichert bezüglich ihres Familienstandes ist.
Aber weit gefehlt: Die Tradition besagt, dass sie noch Jungfrau ist.


Schleife hinten: Beileid oder Trinkgeld?
Wenn sich Frauen die Schleife ihrer Schürze hinten binden, dann kann das zweierlei bedeuten: Entweder sie ist verwitwet oder Kellnerin. Also bitte nicht der Bedienung bei jeder Maß Ihr Beileid aussprechen…