Das perfekte Dirndl für die Wiesn

Wer das Oktoberfest richtig genießen will, der sollte auf jeden Fall in Tracht erscheinen, denn im Dirndl oder mit Lederhose feiert es sich einfach am allerbesten. Vor allem die Dirndl-Auswahl ist riesig, da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Das heißt aber nicht, dass jedes Trachten-Outfit auch wiesntauglich ist. Hier sind ein paar Tipps, worauf man als Dirndl-Trägerin achten sollte.

Das Dirndl

Stoff: Auf dem Oktoberfest geht es zünftig zu. Wenn die Bedienung zehn Krüge gleichzeitig auf den Tisch knallt, schwappt die ein oder andere Maß auch gerne mal über den Rand. Also: verzichten Sie auf empfindliche Materialien. Wählen Sie lieber ein Dirndl, das Sie nach der Feierei einfach in die Waschmaschine stecken können - am besten eignen sich Baumwollstoffe und Leinen. Wer es ein bisschen edler möchte, kann auch zu Seidenmaterialien greifen.
Passform: Ein Dirndl sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen. Am Oberkörper und der Taille sollte es eng sitzen, sodass für den nötigen Halt gesorgt wird. Der Rock ist dagegen weit ausgestellt und schwingend. Das Dirndl sollte am Oberkörper keine Falten werfen. Passiert dies, ist es entweder zu groß, weil ein Hohlraum zwischen Dirndl und Körper entsteht, oder zu klein. Jede Frau findet ein passendes Dirndl – lassen Sie sich Zeit bei der Anprobe.

Länge: Spätestens nach der zweiten Maß entwickeln die meisten Wiesnbesucher einen unstillbaren Drang danach, auf die Bierbänke zu klettern. Hoch oben schunkelt es sich nämlich noch viel besser! Wenn auch Sie sich in Schunkellaune befinden, sollten Sie zu einer Midilänge greifen. Eine alte Faustregel besagt: der Saum gehört einen Maßkrug-breit über den Boden. So schützen Sie sich vor unliebsamen Blicken unter den Rock und zeigen dennoch ein wenig Haut.
Aber auch kürzer ist erlaubt – jede wie sie sich traut. Knielange Dirndl sind voll im Trend und lassen ein paar Blicke auf die Wadeln zu. Verzichten Sie auf zu kurze Dirndl, denn die sind unpraktisch beim Feiern und für die herbstliche Jahreszeit auch manchmal zu freizügig.

Farbe: Blau, lila, türkis oder pink – hier können Sie einfach nichts falsch machen. Tragen Sie die Farbe, die Ihnen gut steht und in der Sie sich wohlfühlen, denn: Erlaubt ist, was gefällt. Traditionelle Farben sind eher rot, blau, dunkelgrün oder zartes rosa. Modernere Dirndl gibt es auch in knalligem rosa, gelb oder giftgrün. Zum Oktoberfest 2016 besinnen sich die Designer wieder auf die traditionellen Farben zurück und empfehlen rot, grün und blau in allen Schattierungen.

Die Bluse

Traditionell tragen die Damen auf dem Oktoberfest weiße Blusen. Die sehen einfach am besten aus und bringen die farbenfrohen Dirndl richtig zum Strahlen. Doch mit den Jahren haben sich auch neue Trends eingebürgert – neben den weißen Trachtenblusen sieht man nun Blusen aus Spitze und in allen Farben herumschwirren. Das Prinzip lautet „entweder oder“: Haben Sie ein farbenfrohes Dirndl, sollten Sie sich bei der Bluse eher zurückhalten. Fällt Das Dirndl hingegen schlicht aus, darf die Bluse ruhig ein wenig auffälliger sein.
Beim Schnitt der Dirndl-Bluse kommt es ganz auf Ihr Wohlgefühl an.
Auf der Wiesn zeigt frau stolz und gerne, was sie hat. Doch auch hochgeschlossene Dirndl-Blusen sind voll im Trend und können entzücken.

Die Schürze

Zu jedem Dirndl drei Schürzen – so sieht es im Kleiderschrank einer passionierten Wiesn-Gängerin aus. Denn das ist das Schöne am Dirndlkleid: Es ist vielseitig einsetzbar und kann durch verschiedenste Schürzen aufgepeppt werden. Hauptsache ist, dass die Schürze mit der Saumlänge des Dirndls abschließt. Essenziell wichtig ist dabei übrigens auch, auf welcher Seite die Schürze geschnürt wird.

Die Jacke

Speis’, Trank, Musi und G’spusi sorgen dafür, dass es im Zelt heiß zugeht. Drinnen werden Sie deshalb keine Jacke brauchen. Aber wenn die Sause ein Ende findet, ist es draußen oft schon erstaunlich kalt. Wer den obligatorischen Wiesnbummel nach dem Bierzelt noch richtig genießen will, der sollte also lieber eine Strickjacke einpacken. Besonders hübsch sehen zum Dirndl die bayrischen Janker aus. Und wer seine Jacke nun doch vergessen oder in der Bierseeligkeit verbummelt hat, der kann immer noch darauf bauen, dass ein fescher Bursche des Weges kommt und ritterlich mit seiner Strickweste aushilft.

Die Accessoires

Das Dirndl an sich ist schon Schmuck genug, also muss sich frau um die Accessoires eher weniger Sorgen machen. Wer sich aber noch etwas mehr verzieren möchte, kann zu kleinen Ohrsteckern greifen, Armbändern und Ringen.
Wichtig ist, dass das Dekollete nicht mit einer großen Kette überladen wird, die den schönen Ausblick verhindert.
Traditionelle Hüte und Blumenhaarschmuck sind dieses Jahr wieder voll im Kommen. Und mit einer Flechtfrisur lässt sich auch die Haarpracht wiesntauglich machen.

Die Tasche

Obwohl ein gutes Dirndl eine eingenähte Rocktasche besitzt reicht der Platz oftmals nicht für alle die wichtigen Sachen aus, die frau nun mal braucht. Als Dirndltaschen eignen sich schlichte Modelle wie Clutches, kleine Rucksäcke und jegliche Umhängetaschen. Hauptsache sie passen farblich zum Dirndl und stehlen ihm nicht die Show.

Die Schuhe

Genauso wie mit der Schürze verhält es sich mit den Schuhen: Zu einem hübschen Dirndl passen etliche Schuhvarianten. Peeptoes, Stiefeletten, Slippers, Pumps oder einfache Ballerinas. Richten Sie ihre Wahl auf das anstehende Programm aus: Für eine gemütliche Mass im Biergarten schauen hohe Pumps ziemlich schick aus, für die Wiesn-Gaudi im Festzelt sind hohe Schuhe allerdings eher hinderlich. Ein Tipp: Nehmen Sie sich ein Ersatzpaar Ballerinas mit, das Sie jeder Zeit zücken können, wenn es heißt „Hoch auf die Bänke!“