Trauer um Karl-Heinz Wildmoser

Der Oktoberfestwirt und langjährige Präsident des TSV 1860 München Karl-Heinz Wildmoser ist im Münchner Klinikum Rechts der Isar verstorben.

Nicht nur die Löwen, sondern auch die Wiesn-Wirte und die ganze Stadt trauern um den gebürtigen Münchner. Sein Tod kam für alle unerwartet. Zwölf Tage zuvor wurde der 71-Jährige wegen Verdacht auf Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angabe der Ärzte erholte er sich nach der Entfernung eines gutartigen Gehirntumors sehr rasch und konnte es kaum erwarten, entlassen zu werden – die Wiesn-Organisation lief schließlich bereits auf Hochtouren. Am Morgen des 28. Juli erlitt er dann plötzlich einen Herzstillstand als Folge einer massiven Lungenembolie.

Wildmoser war von 1992 bis 2004 Präsident des TSV 1860 München und führte den Fußballverein in kürzester Zeit von der Bayernliga in die Bundesliga. „Der Verein, die Fans und der gesamte deutsche Fußball verlieren eine beeindruckende Persönlichkeit“, sagte der neue Geschäftsführer Robert Niemann.

Aber auch das Oktoberfest verliert mit dem Gastronomen einen engagierten Wiesn-Wirt. Mit seinen vielen bayerischen Wirtshäusern wie der Traditionsgaststätte Donisl am Marienplatz oder dem Gasthof Hinterbrühl in München-Thalkirchen prägte er die Münchner Groß-Gastronomie. Seit 1981 war Wildmoser zunächst als Augustiner-Wirt mit Imbiss, dann mit der Hühner- und Entenbraterei auf dem Oktoberfest vertreten. Mit vielen Wiesn-Wirten war der Urbayer eng befreundet. Was die Nachfolge der Hühner- und Entenbraterei anbelangt, stellt Münchner Tourismus-Chefin Gabriele Weishäupl klar: Vertragspartner bleibe die Wildmoser OHG, zu der genauso Wildmosers Frau Therese gehöre.
 Wildmosers Hühner- und Entenbraterei, Copyright Donisl

© Donisl
Wildmosers Hühner- und Entenbraterei


Drucken

Ähnliche Themen auf Oktoberfest.de