Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Exithamster

Das Motodrom

Waghalsige Kunststücke an der Steilwand des Motodroms

Im Motodrom auf der Oidn Wiesn darf gestaunt werden. Mutige Motorradfahrer geben ihre waghalsigen Kunststücke zum Besten, während sie auf laut knatternden Oldtimern die hölzerne Steilwand entlang rasen.

Das Besondere: Motodrom ist die älteste reisende Steilwand

Das Motodrom oder eigentlich „Original Motodrom“, wie es seit 2012 heißt, ist die älteste reisende Steilwand der Welt. Das Fahrgeschäft wurde bereits 1928 vom Münchner Schausteller Josef Ruprecht in Auftrag gegeben. Generell kann die Steilwand mit jedem Gefährt befahren werden. Als Besonderheit können Besucher auf der Oidn Wiesn neben den motorisierten Oldtimer-Motorrädern Indian Scout 101, Honda CB 200 und BMW R51/2 einen originalen Formel-V-Rennwagen von Fuchs aus den Sechzigerjahren beim Bezwingen der Schwerkraft auf den schrägen Holzplanken bestaunen. Als weiteres Highlight wird ein spektakuläres Rennen von vier Akrobaten gleichzeitig an der Steilwand gezeigt.

Motodrom: Für Motorrad-Freunde und Zirkus-Fans

Wer sollte das Motodrom besuchen? Keine Frage, Motorradfreunde haben einen Heidenspaß im Rondell, schließlich können sie die Herausforderungen, denen sich die Fahrer an der Steilwand stellen, ein bisschen nachvollziehen. Außerdem bekommt man solch alte Gefährte im deutschen Straßenalltag eher selten zu Gesicht – und wo kann man die knatternden Motoren schon so aufheulen lassen, wie es hier nun mal ganz selbstverständlich zur Show gehört? Generell dürften aber auch ganz normale Zirkus-Fans bei dieser Attraktion auf ihre Kosten kommen, denn an der Steilwand werden wahrlich erstaunliche Kunststücke vorgeführt. Einzige Ausnahme von der ansonsten uneingeschränkten Empfehlung: Es ist laut und es riecht nach Treibstoff – wer das nicht mag, sollte vielleicht lieber einen Bogen um das spektakuläre Rund machen.

Motodrom für Gscheidhaferl: Warum die Indian Scout 101?

Das Gefährt aus den 1920er Jahren wird im Motodrom zum Trick- und Akrobatik-Fahren verwendet, weil der Schwerpunkt besonders tief liegt - unterhalb der Radnaben. Diese Tatsache und der kurze Radstand machen die Indian Scout 101 zu einem sehr wendigen Arbeitsgerät für die Artisten. Außerdem übersteht das Motorrad auch krassere Stürze. „Des Steilwandfahrers Freund fürs Leben!“, schwärmen darum die Motorellos vom „Original Motodrom“.