Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München

Schützen-Festzelt

Blumenbalkon und sportliche Schüsse unter der Bavaria

Schützen-Festzelt

Blumenbalkon und sportliche Schüsse unter der Bavaria

Traditionsreiche Atmosphäre, in der sich viele Schützenvereine und der Münchner Süden wohlfühlen. Und immer mal wieder kommt Arnold Schwarzenegger zum Dirigieren vorbei.

Das Besondere: Schönster Wiesn-Balkon und 110 Schießstände

Es ragt heraus, das urgemütliche Schützen-Festzelt des Wirte-Ehepaars Claudia und Eduard Reinbold. Etwas abseits der Wirtsbudenstraße liegt es, bietet eine umlaufende Innengalerie und vor allem diesen bekannten, südseitigen Prachtbalkon. Er gilt als schönster der ganzen Wiesn – gestattet er doch Blicke auf Riesenrad, Bavaria, Sonnenuntergang samt fröhlichem Volksfesttreiben. Innen veranstaltet der Bayerische Sportschützenbund jedes Jahr sein traditionelles Oktoberfestschießen, das von den Gästen mitverfolgt werden kann.

Die Geschichte: Eines der ältesten Zelte der Wiesn

Aus der ehemals kleinen Wirtsbude für Schützen auf der Theresienwiese wird 1876 die erste Schützenhalle, ab 1926 das Schützenfestzelt und somit eines der ältesten Festzelte des Oktoberfests. Nach dem letzten Umbau 2015 erstrahlt das Schützenfestzelt in neuem Glanz und bietet nun insgesamt 6.278 Gästen Platz. Damit gehört es zwar zu den kleineren Bierzelten, doch seine Grundfläche inklusive Schießanlage weist es als größtes Zelt der Wiesn aus.

Das Publikum: Adel, Einheimische und ein bisserl Prominenz

Seit 1979 bewirtet die rührige Familie Reinbold das Zelt; auch die beiden Söhne und Jungwirte Ludwig und Mathias mischen seit einigen Jahren mit. Gemeinsam haben die Reinbolds „den Schützen“ aus seiner einstigen unattraktiven Randlage heraus zu einem der Hauptanziehungspunkte des Oktoberfestes gemacht, vor allem auch unter den landesweiten Schützen und der Münchner Jugend. Angesagt und hip ist das Zelt bei Jung bis Alt, vor allem auch bei den Stammgästen aus der Traditionsgaststätte „Zum Franziskaner“ zu denen seit jeher auch Promis, Politiker und Adel gehören.

Die Musik: Legendäre Stimmung mit den Niederalmern

Walter Bankhammer gründet 1985 in Niederalm bei Salzburg seine erste Kapelle. In den 1990er Jahren ist man bereits als Showband mit internationalem Repertoire bekannt. 1994 spielt Bankhammer zum ersten Mal beim Starkbierfest auf dem Münchner Nockherberg auf und bringt dadurch eine bayerische Bastion zu Fall. Drei Jahre später treten die Niederalmer schließlich erstmals auf dem größten Volksfest der Welt auf. Seither sind sie die umjubelten Stimmungskanonen im Schützenfestzelt. Abends wird vorwiegend Rock und Pop gespielt, um erfolgreich die Stimmung anzuheizen. Kein Wunder, dass die Erfolgsband immer wieder den Titel der „besten Wiesn-Kapelle“ einspielt.

Die Speisekarte: So gibt’s das Spanferkel nur hier

Auf der ganzen Wiesn kommt es nur im Schützenfestzelt auf die Biertische, das traditionell nach Franziskaner Art zubereitete Spanferkel in Malzbier. Serviert wird das deftige Schmankerl – ebenfalls traditionsgemäß – mit frisch geriebenen Kartoffelknödeln und lauwarmem Speck-Krautsalat. Ein bayerisches Trio, das geradezu auf der Zunge zergeht. Wie übrigens auch die altbayerische Spezialität Böfflamot. Wiesn-Fans, die es süß mögen, kommen keinesfalls am weltberühmten Franziskaner Kaiserschmarrn mit Rumrosinen und Zwetschgenröster vorbei.

Für Gscheidhaferl: Das Geheimnis der 110 Schießstände

Auf der Theresienwiese sind die Schützen schon seit jenem legendären 12. Oktober 1810 dabei, als Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., seine Vermählung mit Therese von Sachsen-Hildburghausen feiert und damit die Oktoberfest-Tradition begründet. Bis zu 80 Schießstände gibt es damals – jeweils 130 Meter lang. Und für ihre Verpflegung dürfen die Schützen dann auch eine kleine Wirtsbude errichten. 1876 wird die erste Schützen-Festhalle errichtet, 1896 findet das erste Landesschießen statt. Ab 1926 treffen sich die Schützen in ihrer eigenen „Schützen-Festhalle“ – was die Lage am Rande der Biermeile erklärt. Mit der Zeit werden die Zelte größer und die Schießstände kleiner. Daher wird im Schützenfestzelt nur noch auf Zehn-Meter-Bahnen der 110 Schießstände geschossen. Sie befinden sich in einem großen Zeltanbau und sind teils sogar zweistöckig.

Schützen-Festzelt: Reservierung, Sitzplätze, Musik, Bier und Kontakt

Festwirt(e)Eduard Reinbold und Familie
AdresseMatthias-Pschorr-Str.
Telefonnummer+498923181224
Fax+498923181244
Reservierunghttps://www.schuetzenfestzelt.com/reservierung-menues
Webseitehttps://www.schuetzenfestzelt.com/
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Sitzplätze4.923 plus 120 Stehplätze
Sitzplätze außen1.235
BrauereiLöwenbräu
Bier6,1 % Alkohol, 13,1 % Stammwürze
MusikWalter Bankhammer und die Niederalmer
BesonderesLieblingstreff der Schützen-Szene, schönster Wiesn-Balkon