Kein Rotes Kreuz mehr auf der Wiesn

Nach 130 Jahren muss das Rote Kreuz von der Wiesn weichen. Ein privater Anbieter übernimmt.

Nichts ist für die Ewigkeit. Das musste auch das Rote Kreuz dieses Jahr erfahren, denn nach 130 Jahren übernimmt nun die private Firma Aicher-Group für die nächsten mindestens vier Jahre die medizinische Versorgung auf der Wiesn.
Das Rote Kreuz scheiterte am Ende vor Gericht, wo die Leistungsfähigkeit des privaten Konkurrenten angezweifelt werden sollte. Diese Nachprüfung blieb allerdings für das BRK erfolglos.

Dass das Rote Kreuz den quasi traditionellen Zuschlag nicht mehr erhalten hat, liegt daran, dass auch der Sanitätsdienst auf der Wiesn seit einigen Jahren ausgeschrieben werden muss. So will es eine Anweisung der EU-Kommission.
Dass die Aicher-Group hierbei das günstigere Angebot abgeben konnte, überrascht insofern, als das Rote Kreuz hauptsächlich mit Ehrenamtlichen arbeitete: Auf 70 Ärzte kamen zuletzt 1.000 ehrenamtliche Sanitäter.

Weitere Schritte wird das BRK nicht unternehmen, da man keine weitere Phase der Unsicherheit wolle.