Wiesn-Halbzeitbericht 2018

Petrus muss ein Wiesnfan sein, denn er schenkte bis zur Halbzeit dem 185. Oktoberfest ein goldenes Spätsommerwetter.

Besuchermagnet Spätsommer-Wiesn


Selbst der Orkan „Fabienne“ wehte weder Zelte, Karussells und Buden noch die gute Stimmung der Festbesucher weg. Die Oide Wiesn zog nicht nur die Traditionalisten unter den Volksfestfans an. Das Oktoberfest ist wieder ein Volksfest für alle geworden: mehr Familien, viele Kinder und auch ältere Semester flanierten bei Sonnenschein gemütlich über die Feststraßen.

Entschleunigung pur!
Die Einheimischen lernten ihre Wiesn wieder lieben und feierten voller Freude mit Gästen aus aller Welt. Nach Beobachtung der Beschicker kamen im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Besucher aus den USA.
Auch die Stammgäste aus Italien waren von Beginn an zahlreich vertreten. Gemäß der Transaktionen an den Wiesn-Geldautomaten kamen Gäste auch aus Australien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und der Schweiz.
Die Sicherheitsvorkehrungen bewähren sich und werden von Gästen wie von den Beschickern bereits als selbstverständlich angenommen und begrüßt. Alle loben ausdrücklich die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Ordner.

Nach Schätzung der Festleitung kamen 3,3 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2017: drei Millionen). Davon wurden auf der Oidn Wiesn 240.000 Besucher gezählt (2017: 190.000).
Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem bisherigen Verlauf der Wiesn zufrieden.

Essen & Trinken
Das Oktoberfest wird zur Genießer-Wiesn: bei stabilem Bierkonsum im Vergleich zum Vorjahr legen die Wiesnbesucher laut Aussagen der Wirte gesteigerten Wert auf das Essen. Die Klassiker Kasspatzn und Kaiserschmarrn sind ebenso Renner wie das resche Wiesnhendl.
In der Ochsenbraterei wurden 70 Ochsen (2017: 60) verspeist. Die Kalbsbraterei meldet den Verzehr von 29 Kälbern (2017: 21 Kälber).
Der Straßenverkauf lief sehr gut. Auch nach Zeltschluss waren Bratwurst und Haxnsemmeln heiß begehrt. Zuckerwatte erlebte eine Renaissance. Gebrannte Mandeln und Schokofrüchte sind ein „Muss“ für jeden echten Wiesnfan.

Die Schaustellerei
Das gute Wetter lockte viel Liebhaber von Fahrgeschäften auf die Festwiese und zauberte damit den Schaustellern ein Lächeln ins Gesicht.
Kinderkarussells und familientaugliche Volksfestattraktionen sind im Aufwind und toppen sogar die „wuiden“ Fahrgeschäfte. Erfolgreiches Comeback feiert das Velodrom im Museumszelt auf der Oidn Wiesn.

Souvenir, Souvenir
Auch der Souvenirverkauf profitierte von der gesteigerten Besucherzahl. Das aktuelle Wiesn-Plakatmotiv auf Logo-Artikeln findet Gefallen. T-Shirts wurden gerne von amerikanischen Besuchern gekauft, hingegen sich die Einheimischen mit Kühlschrankmagneten begnügten.
Die Wiesn-Souvenis 2018 können Sie übrigens auch ganz bequem online im Oktoberfest-de Shop bestellen.

Der Wiesn-Hit
„Cordula Grün“ des Wiener Sängers Josh, gefolgt vom alten Partisanenlied „Bella Ciao“, führt bei den Neuheiten die Parade der Wiesnhits zur Halbzeit an. Unübertroffen: „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“.

Aus dem Behördenhof


Sanitätsstation
Aicher Ambulanz feierte erfolgreich Premiere auf der Wiesn.

Jugendschutzstelle
Das Jugendamt betreute bis zur Halbzeit zwei Jugendliche (2017: vier).
Der Trend rückläufiger Zahlen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen hält bislang an. Die Jugendschutzkontrollen auf dem Festgelände und in den Festzelten ergaben keine besonderen Auffälligkeiten.

Von der Polizei 
Am Freitag Abend kam es vor der Augustiner-Festhalle zu einem Streit, bei der ein Mann starb. Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland. Er starb an einer Hirnblutung, so das Ergebnis der Obduktion. Der Beschuldigte war am Samstag in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei erschienen. Er hatte eingeräumt, an der Auseinandersetzung in der Nacht zum Samstag beteiligt gewesen zu sein

Fundsachen
Das Wiesn-Fundbüro zählte bis Samstagabend 865 Fundsachen (2017: 1.300), darunter 250 Ausweise, 200 Kleidungsstücke, 120 Smartphones und Handys, 100 Geldbeutel, 80 Schlüssel, 45 Brillen, 30 Schmuckstücke, 25 Taschen/Rucksäcke/Beutel, 10 Schirme, 5 Kameras, ein Tenorhorn, ein Badmintonschläger, eine Wärmflasche, eine Marschgabel mit Marschliedern, eine Luxusuhr der Marke Nomos, ein Blutzuckermessgerät, zwei Mal Bargeld in Höhe von 471 Euro und 565 Euro sowie ein Trachtenhemd der Marke Hammerschmid (originalverpackt).

Krug-Klau
Rund 50.000 Bierkrüge (2017: 50.000) sammelte das aufmerksame Ordnerpersonal bisher ein.

Die Wiesn-Pressestelle
Zur Wiesn-Halbzeit zählte die Wiesn-Pressestelle 4.685 Journalistenkontakte (2017: 4.328) aus dem In- und Ausland wie Australien, Brasilien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Rumänien, Russland, Schweiz, Südkorea, Spanien, USA, Ungarn und Ukraine.
Es wurden 706 Foto- und Drehgenehmigungen (2017: 701) erteilt.