Barrierefreie Wiesn: Das Volksfest für alle

Der Landeshauptstadt München als Veranstalterin des Oktoberfestes ist es ein Anliegen, Menschen mit Behinderung und Mobilitätseinschränkung den Volksfestbesuch attraktiv und einladend zu gestalten.

In Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München wurden dazu Vorkehrungen getroffen.

Barrierefreie Anfahrt zum Oktoberfest

Willkommen auf der Wiesn! Auch für Gäste mit Handicap stellt die An- und Abreise kein Hindernis mehr dar - egal welches Verkehrsmittel auch genutzt wird.

Mit U- und S-Bahn barrierefrei auf die Wiesn
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Veranstaltungsgelände zu gelangen ist dank der stets erweiterten barrierefreien Serviceangebote auf Bahnhöfen und an Haltestellen möglich. Alle U-Bahnhöfe um die Wiesn sind mit Liften ausgestattet und für Mobilitätseingeschränkte geeignet:
• U4/U5: Theresienwiese und Schwanthalerhöhe
• U3/U6: Goetheplatz und Poccistraße
• S-Bahn: Hackerbrücke
• U4/U5, S-Bahn S7 / S20: Heimeranplatz

Mit dem Auto barrierefrei auf die Wiesn
Auf dem Südteil der Theresienwiese (Einfahrt über Hans-Fischer-Straße) stehen ausreichend Behindertenparkplätze für Personen mit blauem Parkausweis zur Verfügung und berechtigen zum kostenfreien Parken.

Barrierefreies Festzeltvergnügen

Die großen und kleinen Wiesnwirte sind bestrebt, auch Personen mit Mobilitätseinschränkung ein barrierefreies Festzeltvergnügen zu ermöglichen. Die Zugänge aller Festhallen und gastronomischen Mittelbetriebe sind entweder ebenerdig oder mit Rampen versehen. Alle Wirte sind vertraglich verpflichtet, Rollstuhlfahrerplätze einzurichten.

Für die großen Zelte gilt:
• mindestens 20 behindertengerechte Plätze im Zelt und 20 im Biergarten (alle Festhallen außer Käfer Wiesn Schänke und Weinzelt)
• mindestens 10 behindertengerechte Plätze im Zelt und 10 im Biergarten (Käfers Wiesn-Schänke und Weinzelt)
Diese Plätze sind wochentags bis 17 Uhr und an den Samstagen und Sonntagen sowie am Feiertag, 3. Oktober, bis 14 Uhr ohne Reservierung für Rollstuhlfahrer und ihre Begleitperson freizuhalten. Nach diesen Zeiten können die Plätze im Festzelt nur für Rollstuhlfahrer und Ihre Begleitperson reserviert werden. Es wird empfohlen, eine Reservierung bei den Festwirten vorzunehmen.
Neben den Festhallen bieten auch die kleinen Wiesnzelte ein Kontingent mit Plätzen für Rollstuhlfahrer an.
Für große wie für kleine Zelte gilt: Wenn die Zelte wegen Überfüllung geschlossen sind, können auch Rollstuhlfahrer nur mit Reservierung eingelassen werden.
Alle 16 großen Festhallen sind mit Behinderten-WCs ausgestattet, ebenso die meisten der kleinen Wiesn-Zelte. Die Behinderten-WCs sind mit einer einheitlichen Schließanlage ausgerüstet, die mit dem sogenannten EUROSchlüssel genutzt werden kann.

Barrierefreies Volksfestvergnügen

Die Schausteller und Marktkaufleute des Oktoberfestes leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne Hilfestellung und gehen auf Wünsche von Behinderten ein. Mitmachen auf der Wiesn ist auch für Menschen mit Behinderungen möglich.

Barrierefreier Fahrspaß im Riesenrad, Autoskooter & Co

Das Münchner Oktoberfest hat eine besondere Attraktion für Menschen mit Handicap. Das große Riesenrad, Wahrzeichen der Münchner Wiesn, hat eine Rampe, über die Rolli- und Rollatorfahrer mit eigener Kraft bis zu den beiden für Rollstühle geeigneten Gondeln gelangen.
Selbst Fahren im Autoskooter? Die Autoskooter-Betriebe Distel (Schaustellerstraße 17), Geier („Bayern-Crash“, Wirtsbudenstraße 100) und Steinhart (Schaustellerstraße 1) laden mit einer Rampe und Fahrzeugen mit Handgasbetätigung zum Rundfahrvergnügen ein.
Barrierefreien Zugang bieten die Geisterbahnen „Geisterpalast“ (Straße 5, Nr.3,), Geisterschloss“ (Schaustellerstraße 20) und „Fahrt zur Hölle“ (Straße E, Nr. 4). Die Wiesn von oben lässt sich auf Aussichtsplattform von „The Tower“ (Straße 3, Nr.5) bestens betrachten. Auch Gäste mit Handicap können über einen barrierefreien Zugang mit Rampe und Lift bis zur 7. Etage die Aussicht genießen. Der Kettenflieger „Jules Verne Tower“ (Schaustellerstraße 53) verfügt über einen Aufzug zu den Sitzplätzen. Wer rasant fahren will, erreicht den „Freestyle“ über eine Rampe.
Auch für Kinder mit Behinderung ist gesorgt: Neben Rampen, mit denen Kinderfahrgeschäfte (Babyflug Straße 3 Ost, Nr.12 und Matthias-Pschorr- Straße 51, Kinderkarussell Straße 5, Nr.22 und Schaustellerstraße 34) ausgestattet sind, ist die „Kindertraumschleife“ (Straße 4, Nr. 16) zusätzlich mit einem Beckengurt-Rückhaltesystem bestückt.

Barrierefreier Spielspaß an Schieß-, Spiel- und Wurfbuden
Der barrierefreie Zugang zu den Schieß- und Wurfbuden ist je nach der Beschaffenheit des Standplatzes durch Rampen gewährleistet. Ist eine niedrige Theke vorhanden (Schießhalle Eichel, Straße C,Nr.2, Schießbude Kraus, Straße 3, Nr. 1, Schießbude „Globus“, Schaustellerstraße 10), können auch Rollifahrerinnen und -fahrer ihre Zielsicherheit testen. Beim „Altbayerisches Scherbenschießen“ (mobile Rampe, Schaustellerstraße 22) gibt es auf der niedrigen Theke eine Auflage für das Gewehr, um dessen Gewicht zu reduzieren, und die Mitarbeiter „unterrichten“ im Schießen.

Barrierefrei essen und trinken am Imbissstandl & Bierausschank
Auch hier gilt: Der barrierefreie Zugang zu Imbissstandln und Bierausschank ist je nach der Beschaffenheit des Standplatzes durch Rampen gewährleistet.
„Wohin mit dem Teller Currywurst zum Essen?“, fragen sich oftmals Rollstuhlfahrer auf Volksfesten. Auf der Wiesn wird diese Frage zum Beispiel bei der Wurstbraterei „Zum Gaumenschmaus“ (Wirtsbudenstraße 2) mit rollstuhlgerechten Tischen beantwortet. Diesen Service bieten ebenfalls an: „Crepes Stadl“ (Wirtsbudenstraße 74), Baumstriezelstand (Straße 1, Nr. 18), Kartoffelspezialitäten (Wirtsbudenstraße 106), Schlemmerhaus (Matthias-Pschorr-Straße 16), Suppenküche (Straße 1, Nr.5) und für einen Umtrunk „Beim Biermann“ (Straße 1, Nr.7), Im „Alten Brauhaus“ (Matthias-Pschorr-Straße 54) sowie im „Bierstüberl“ (Schaustellerstraße 57). Klappbare Tische in praktischer Höhe für Rollis finden sich zum Beispiel bei den Stehausschänken in der Schaustellerstraße 507 und 520 und bei der Fischbraterei Berger (Wirtsbudenstraße 59).

Behindertentoiletten gibt es bei folgenden Bierausschank-Betrieben: „Zum Biermann“ (Straße 1 Nr. 7), Weißbierkarussell Fahrenschon (Wirtsbudenstraße 116) , Weißbierausschank (Straße 4 Ost ,Nr. 4), Altes Brauhaus (Matthias-Pschorr-Straße 51), Bierausschank Kollmann (Straße E, Nr. 11), Bierstüberl Kübler (Schaustellerstraße 57).
Um sich eine Brotzeit an einem der Feinkoststände zu kaufen, wird von Behinderten im Rolli begrüßt, wenn die Verkaufstheke niedrig liegt. An der „Brotzeitalm“ (Straße 3 Ost, Nr. 6), dem „Winter Fischhaus“ (Wirtsbudenstraße 1) und der „Kartoffel-Hüttn“ (Matthias-Pschorr-Straße 24) wird
das geboten.
Das Lebkuchenherz als Souvenir kann bei der „Herzlmalerei“ mit niedriger Theke in der Schaustellerstraße 50 erstanden werden.


Special für blinde Wiesngäste

Bei der „Fahrt zur Hölle“ (Straße E, Nr. 4) werden Sehbehinderte und Blinde auf Wunsch begleitet und bekommen die Gruselattraktionen erklärt.
Im Laufgeschäft „Dschungelcamp“ führen bei Bedarf speziell geschulte Mitarbeiter durch die Abenteuerwelt dieser Wiesn-Neuheit. Einige Fahrgeschäfte geben ihre Fahrpreise in Blindenschrift an.

Für blinde Wiesngäste bieten die Wirte folgender Festbetriebe Speisekarten in Braille-Schrift an: Ammer Hühner- und Entenbraterei, Biergarten des Familienplatzls, Café Schiebl, Festzelt Fischer Vroni, Fisch-Bäda, Glöckle Wirt, Hühner- und Entenbraterei Goldener Hahn, Wurst und Hühnerbraterei Heinz und Poschner‘s Hühner- und Entenbraterei.
Bei diesen Imbissständen liegen für Blinde und Sehbehinderte Speisen und Getränkekarten in Brailleschrift aus: „Brotzeitalm“ (Straße 3 Ost, Nr. 6), Wurstbraterei „Zum Gaumenschmaus“ (Wirtsbudenstraße 2) und beim Halbenmeter-Bratwurststand (Matthias-Pschorr-Straße 38).
Eine Sortimentsliste in Blindenschrift gibt es bei „Angie's Herzlhütt'n“ (Matthias-Pschorr-Straße 40) und beim Süßwaren-Standl Zimmermann- Weber (Straße 3, Nr. 17).


Der besondere Tipp:
Liebhaber eines süßen Lebkuchenherzens erhalten bei Georg Rieger jun. (Straße 2, Nr. 14) Herzl-Variationen mit Aufschriften in Blindenschrift.


Barrierefreie Serviceangebote

Kostenloser Rollstuhlverleih
Die Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen Hans-Fischer-Straße am Südteil der Theresienwiese (G 10) und neben dem U-Bahnhof Theresienwiese auf Höhe des Kinderspielplatzes (G 3) stellen für Wiesnbesucher mit Mobilitätseinschränkung jeweils zwei Rollstühle kostenlos zur Verfügung. Eine Reservierung unter der Telefonnummer 0176/ 45751387 wird empfohlen.


Öffentliche Behinderten-WCs auf dem Festgelände:
Neben den 37 Behindertentoiletten in den Zelten, bei Fahrgeschäften und Bierausschankbetrieben gibt es weitere sechs barrierefreie Toiletten auf dem Festgelände:
• im Servicezentrum Theresienwiese (SZT), Eingang Festleitung
• auf dem Gelände der Oidn Wiesn, hinter dem Marionettentheater
• am Eingang Esperantoplatz
• am Haupteingang (P2), Zugang vom Gehweg Bavariaring
• in Straße C, gegenüber des Ausgangs OW 2 der Oidn Wiesn
• und eine „Toilette für alle“ an der Kreuzung Straße D/ Straße 6, nahe des Behindertenparkplatzes. Auch hier gilt: Mit dem EURO-Schlüssel können diese Toiletten benutzt werden.


Barrierefreie Wiesn-Führung:
Wer einen historischen Einblick in die Geschichte des Oktoberfestes bekommen will, der kann beim „Universum Oktoberfest“ eine barrierefreie Wiesn-Führung buchen: Georg P. Huber Veranstaltungsagentur GmbH
Tel 089/46131511, Mobil 0151/29118384, Fax 089/46131513,
E-Mail: info@universum-oktoberfest.de, www.universum-oktoberfest.de

Infos zur Barrierefreiheit im Internet und in der Oktoberfest App:
Im Geländeplan der Oktoberfest App gibt es dieses Jahr neu bei vielen Orten den Button "Details". Falls verfügbar, erscheinen auf dieser Detailseite weitere Infos zur Barrierefreiheit des gewählten Ortes. Über die Suchfunktion im Geländeplan kann mit den Tags "Barrierefrei: ..." das Festgelände nach unterschiedlichen Anforderungen gefiltert werden.