Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Sebastian Lehner

Sichere Wiesn

Security Point: Hilfe für Mädchen und Frauen

Die Wiesn ist ein friedliches, fröhliches Volksfest mit jährlich etwa sechs Millionen Besuchern aus aller Welt. Damit die Volksfestlaune bei Besucherinnen nicht getrübt wird, gibt es seit 2003 die erfolgreiche Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“. Hier wird im Vorfeld informiert und in unangenehmen Situationen, etwa bei Belästigungen, geholfen.

Hilfe in brenzligen Situationen

Seit 2003 kümmern sich drei Münchner Frauenschutzvereine im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn“ um Prävention, Aufklärung und Hilfe für Mädchen und Frauen. Wer beispielsweise seine Freunde, die Schlüssel oder die Orientierung verloren hat, kann sich vertrauensvoll an die Sozialarbeiter am „Security Point“ wenden. Im Notfall rufen die Helfer ein Taxi oder chauffieren die Frauen selbst nach Hause. Sogar den Handy-Akku kann man dort aufladen. Pro Jahr nutzen rund 200 Mädchen und Frauen das Angebot. Rund drei Viertel davon stammen nicht aus München oder dem Umland. Sie reisen aus den USA, Australien, Italien oder anderswo in Deutschland an. Anfangs war die Beratungsstelle in einem kleinen Wohnwagen untergebracht, mittlerweile hat der Schutzraum einen festen Standort zwischen der Wiesnwache (Polizei) und der „Ersten Hilfe“.

Sicher feiern im Wiesnzelt

Zu Beginn des Wiesnbesuchs sollte man mit seinen Freunden einen eindeutigen Treffpunkt vereinbaren, denn im Gedränge kann man sich schnell aus den Augen verlieren. Im Zelt angekommen heißt es dann endlich feiern. Eine Handtasche ist dabei aber eher unpraktisch. Besser sind Taschen im Dirndl, in denen man Smartphone, Geld und Schlüssel sicher verstauen – und auch z. B. auf die Toilette mitnehmen – kann. Wer das WC aufsuchen muss, sollte jemanden in der Gruppe bitten, einen Blick auf den Maßkrug zu haben. Apropos Maß: Das Wiesnbier sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Bei diesem besonders starken Bräu ist es ratsam, zwischendurch immer mal wieder etwas Nichtalkoholisches wie Wasser oder eine Limonade zu trinken und etwas zu essen.

Nein heißt Nein!

Neben Trinken, Essen und Tanzen gehört für viele auch das unverbindliche Flirten zu einem schönen Wiesnabend dazu. Wird ein Banknachbar aber doch zu aufdringlich, hilft meist ein deutliches „Nein!“. Schleicht sich der Verehrer trotzdem nicht, sollte man sich Hilfe holen. Kann kein anderer am Tisch eingreifen, sollte man am besten jemanden konkret ansprechen; das wirkt oft besser als ein allgemeines „Hilfe!“ Jederzeit kann man sich auch an die Bedienung, allem voran aber an die Ordner in den Zelten wenden.

Tipps für den Heimweg vor der Wiesn

Irgendwann ist auch der schönste Wiesnabend vorbei. Dann geht es für die meisten auf den Heimweg. Wie man nach Hause kommt, sollte man sich schon vor dem Wiesnbesuch überlegen. Am besten fährt man einfach mit der Gruppe wieder zurück, mit der man auch gekommen ist. Wer sich allein auf den Weg machen möchte, sollte Routen wählen, auf denen auch andere unterwegs sind. Klappt das alles nicht, kann man sich von den Mitarbeitern am Security Point ein spezielles Frauen-Taxi rufen lassen – das geht auch ohne konkreten Anlass.

Prävention und Aufklärung

Wer zum ersten Mal das Oktoberfest besucht, kann sich bereits im Vorfeld auf der Webseite sicherewiesn.de informieren – in zehn Sprachen inklusive „Boarisch“. Tipps und Infos bekommen die Besucherinnen aber auch an den Eingängen zum Festgelände. Neben Flyern und Orientierungshilfen verteilen die Mitarbeiter der Aktion „Sichere Wiesn“ auch Armbänder, auf denen man vor dem Wiesnbesuch die Adresse des Hotels oder auch wichtige Telefonnummern notieren kann.

Der Security Point für Mädchen und Frauen

Der Security Point, an den sich jedes Mädchen und jede Frau bei Fragen und Problemen wenden kann, befindet sich im Servicezentrum unweit der Bavaria hinter dem Schottenhamelzelt beim Eingang „Erste Hilfe“, wo auch die Polizei mit ihrer Wiesnwache stationiert ist.
Öffnungszeiten: täglich von 18 - 1 Uhr, samstags zusätzlich ab 15 Uhr
Telefon: +49 (0) 89 / 890 57 45 188 (nur während des Oktoberfestes)

Weitere Informationen gibt es unter www.sicherewiesn.de, in der App „WiesnProctect“, per Mail unter Bitte JavaScript aktivieren, um diesen Inhalt zu betrachten oder telefonisch unter der +49 (0) 89 / 890 57 45 119.