Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Romana Bauer

Der Oktoberfest-Aufbau 2019

Nach acht Wochen Wiesn-Aufbau: Die Fahrgeschäfte kommen!

Seit acht Wochen ist die Münchner Theresienwiese mittlerweile eine Großbaustelle. Während es bei den Festzelten mittlerweile schon an die Dekoration geht, sind die ersten Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest eingetroffen.

Hipp, hipp, hurra: Die Fahrgeschäfte sind da!

Das lässt vor allem bei allen kleinen Wiesn-Fans die Vorfreude ins schier Unermessliche steigen: Seit dieser Woche werden die ersten Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese aufgebaut. Zwar ist der Fünfer-Looping aktuell erst ein Vierer-Looping ist, aber er hat ja auch noch 19 Tage Zeit, bis die ersten Fahrgäste kommen. Auch weitere Traditions-Fahrgeschäfte wie das Teufelsrad und die Wilde Maus werden bereits aufgebaut, während das gehörte Monster vor dem Geisterpalast ohne Kopf noch gar nicht so gruselig aussieht.

Von Hopfen bis Herzerl: Die Festzelte werden dekoriert

Während der Aufbau der Fahrgeschäfte noch ganz am Anfang steht, ist bei den Festzelten auf dem Oktoberfest schon der Feinschliff angesagt: Es geht an die Dekoration! In der Bräurosl stapeln sich Kisten mit Hopfen- und Blumendeko, im Marstall warten die Lampenschirme darauf, in die Höhe gezogen zu werden, und vor der Ochsenbraterei ist die Ochsen-Figur schon bereit, ab dem 21. September gedreht zu werden.

Maibäume vor der Bräurosl und Augustiner-Biergarten

Lange lagen sie vor der Pschorr Bräurosl auf dem Boden, die typischen weiß-blau geringelten Maibäume. Jetzt wurden sie aufgestellt. Und auch die anderen großen Zelte bekommen ihre typischen Gesichter. Bei der Augustinerfesthalle wird gerade der Biergarten aufgebaut. Es geht also sichtlich voran, und das ist auch gut so: In 25 Tagen geht's schon los!

Wein, Käse, Kaffee und Cocktails: Die kleinen Wiesnzelte

Erst vor ungefähr 14 Tagen wurde damit begonnen, die kleinen Zelte zwischen den großen aufzustellen. Deren Aufbau geht naturgemäß schneller als der der großen Festhallen, und so kann man sich schon jetzt gut vorstellen, was einen in weniger als vier Wochen auf dem Oktoberfest erwartet. Vor allem für Genießer ist hier viel geboten - auch jenseits von den Klassikern Wiesnbier und Hendl! Bei Feisingers gibt's zum Beispiel Käse und Wein, und in Bodo's Cafézelt kann man nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Cocktails genießen.

Fünf Wochen Aufbau: Sonne im Löwenbräu, der Aloisius schwebt

Die großen Wiesnzelte haben mittlerweile alle ihre „Himmel“ bekommen. Die typischen Farben, meistens in Form von Stoffbahnen, wurden in allen vierzehn Festzelten und in den zwei Zelten der Oidn Wiesn angebracht. Stefanie Spendler vom sonnengelben Löwenbräuzelt hat uns verraten, wieso das so ist: Der Boden kann erst komplett verlegt werden, wenn der Himmel fertig ist, weil zu dessen Aufhängung schweres Gerät mit Hebebühnen im Zelt unterwegs ist. Im Hofbräuzelt darf deswegen der Engel Aloisius endlich über dem Geschehen schweben.

Jetzt kommen die kleinen Zelte: Bodos Cafézelt, Zum Stiftl und mehr

Was wäre die Wiesn ohne die 22 kleinen Zelte? Nachdem die großen stehen und deren Container langsam weniger werden, ist Platz für den Aufbau der kleinen. Den Anfang machte Bodos Cafézelt: Der Sprecher der Wirte der kleinen Zelte, Otto Lindinger, war live mit dabei, als die Schilder auf dem First montiert wurden. Hinterm Löwenbräuzelt wird Rischarts Café Kaiserschmarrn errichtet und in der Zeltstraße sieht man schon Zum Stiftl und den Glöckle Wirt entstehen, die Hühner- und Entenbratereien von Poschner und schräg gegenüber Ammer — nach dem Schottenhamel das zweitälteste Zelt der Wiesn!

1 Monat Aufbau: Die schöne Bräurosl und der Engel Aloisius

Einen Monat laufen die Bauarbeiten auf der Münchner Theresienwiese nun schon. Viele typische Wiesn-Insignien der großen Zelte sind mittlerweile angekommen und werden montiert: Zum Beispiel grüßt die fesche Bräurosl von der Pschorr Bräurosl und das Hofbräu-Festzelt hat nicht nur seine Krone aufgesetzt bekommen, sondern innen im Zelt wartet auch schon der berühmte Engel Aloisius, der Münchner im Himmel aus Ludwig Thomas Kurzgeschichte. Bald schwebt er hoch oben unterm Zeltdach - an einem Stück!

Das Augustiner Holzfasslager und der Himmel der Bayern

An der Augustiner-Festhalle wird gerade der Turm errichtet, der nicht nur ein Wahrzeichen des Zelts ist, sondern auch einen Zweck hat: Im Augustinerzelt wird das Wiesnbier nämlich noch aus 200-Liter-Holzfässern, den sogenannten Hirschen, ausgeschenkt. Diese lagern im Turm mit dem grünen Dach. Im Hacker-Festzelt werden unterdessen die 2000 Quadratmeter großen Gemälde installiert, die erst 2016 von Rudi Reinstadler exklusiv fürs Oktoberfest gemalt wurden.

Woche 3: Von Armbrustschützen- bis Weinzelt: alle stehen!

Seit dem 8. Juli wird auf der Theresienwiese das Oktoberfest 2019 aufgebaut. Als erstes stand das Gerüst der Ochsenbraterei, danach ging es Schlag auf Schlag und Zelt auf Zelt: nach einer Woche waren fünf große Wiesnzelte hochgezogen, jetzt sind sie alle da, die Festzelte, vom Marstall-Zelt am Haupteingang auf der Seite der Paulskirche über das Hofbräufestzelt und die Pschorr Bräurosl bis zu Kufflers Weinzelt am südlichen Ende.

Gut, besser, Paulaner und ein Löwe ohne Durst

Die Zelte tragen mittlerweile ihre Schrifttafeln auf den Giebeln: Da sieht man den „Himmel der Bayern“ auf dem Hackerfestzelt, „Gut, besser, Paulaner“ auf dem Dach des Paulanerfestzelts und die markante Schrift es Armbrustschützenzelts. Der Paulaner-Turm stand schon in der ersten Woche, doch nun ragt auch der vom Löwenbräuzelt in den momentan meist blauen Münchner Himmel. Und endlich liegt er nicht mehr wenig königlich am Boden auf dem Rücken, der Löwe, sondern thront droben auf dem Turm: mit dem Maßkrug in der Pranke! Nicht mehr lang, und sein Bruder brüllt wieder „Löööö-weeen-bräääu“ von seinem Platz vor dem Zelt.

Woche 1: Die Fundamente der Zelte müssen gefunden werden

Am 8. Juli ging’s los: 75 Tage vor dem Beginn der 186. Wiesn am 21. September 2019 rollten die ersten 40 Lkw auf die Theresienwiese und lieferten das Material für die großen Zelte an. Es werden nicht alle Bierzelte auf einmal aufgebaut, weil sich sonst Container, Lieferanten und Bauarbeiter gegenseitig im Weg stehen würden. Außerdem werden pro Zelt ein bis zwei Großkräne gebraucht. Als erstes müssen jedoch die Fundamente der großen Zelte unter dem Kies der Theresienwiese gefunden und ausgegraben werden: Jedes Zelt ist individuell und hat seine eigene Basis, auf die kein anderes Zelt passen würde. Und: Die Wiesnzelte werden nirgendwo anders aufgebaut als auf der Münchner Theresienwiese zum Oktoberfest - von November bis Juli halten sie Winterschlaf in 50 Überseecontainern pro Zelt.

Ochsenbraterei und Paulanerturm standen als erste

Weil die Ochsenbraterei 2017 komplett neu konstruiert und gebaut wurde, war sie auch dieses Jahr als erste beim Aufbau dran: Schon Mitte der ersten Aufbauwoche stand das hohe, leuchtend grüne Gerüst da wie eine Eins und bekam seinen markanten „Lass dir raten, trinke Spaten!“- Schriftzug montiert. Auf der anderen Seite der Wiesn wurde währenddessen der Paulanerturm vom Winzerer Fähndl errichtet und bekam auch gleich seinen berühmten Maßkrug aufs Dach. Auf sein Bier muss der besonders bei den Kindern so beliebte Löwe vom Löwenbräu-Festzelt noch ein bisschen warten: Gar nicht so königlich, aber geduldig liegt er auf dem Rücken, bis er diese Woche endlich montiert wird und aus seinem Maßkrug trinken darf.

Zahlen und Fakten zum Wiesn-Aufbau

Sage und schreibe 800 Lkw braucht es, um die Container mit dem Material für die großen Zelte auf die Theresienwiese zu transportieren. Täglich rollen zwischen 40 und 60 Transporter an.

In der ersten Woche waren „nur“ ungefähr 50 Arbeiter mit dem Aufbau beschäftigt, doch wenn nach den großen Zelten die kleinen dazukommen und dann noch die Fahrgeschäfte und die vielen Standln, wenn die Elektriker, Installateure und Schreiner ihre Arbeit aufnehmen, werden es bis zum „O’zapft is!“ am 21. September ca. 8000 Menschen sein, die am Aufbau beteiligt waren. Übrigens auch Frauen!

Ein Zelt hat so viel Fußboden wie 350 Dreizimmerwohnungen, und mit den Kabeln, die in jedem Bierzelt verlegt werden, könnte man vom Chinaturm im Englischen Garten an der Isar entlang bis zum Vorort Pullach im Münchner Süden kommen — über 13 Kilometer weit.

Bis zu 1,50 Meter sind die Nägel lang, mit denen das kleine Wiesnzelt „Zum Stiftl“ auf Ankerplatten befestigt wird — als einziges wird es auf diese Weise am Boden befestigt.