Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Anette Göttlicher

Die Wiesn-Bierprobe 2019

Sechs Münchner Brauer stellen ihre Oktoberfestbiere vor

Kurz vor dem „O’zapft is!“ am 21. September 2019 stellten die Braumeister der sechs Münchner Brauereien, die die Wiesn beliefern dürfen, ihre eigens gebrauten Wiesnbiere vor. Von Augustiner bis Spaten: Jedes hat seinen eigenen Charakter!

Oktoberfest-Tradition: Die Bierprobe im Brausebad

Bevor OB Dieter Reiter am 21. September um Punkt 12 das erste Fass Wiesnbier ansticht und das 186. Oktoberfest damit feierlich eröffnet, wird das Bier erstmal getestet. Und wer könnte das Wiesnbier besser vorstellen als die sechs Braumeister von Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten selbst? Dieses Jahr fand die Bierprobe zum ersten Mal in der Gaststätte „Das Bad“ an der Theresienwiese statt — die Wiesn direkt im Blick, auf der momentan die allerletzten Vorbereitungen für das große Fest laufen.

Das Wiesnbier: Überraschend, aber immer von hoher Qualität

Auch die Wiesnwirte, in deren Zelten das Bier ausgeschenkt wird, ließen es sich nicht nehmen, es vorab persönlich zu probieren. Anders als unterm Jahr, so der stellvertretende Wirtesprecher Christian Schottenhamel, sei das Wiesnbier „jedes Jahr eine Überraschung — da dürfen die Braumeister a bisserl spielen!“ Eines haben die sechs Biere alle gemeinsam: Sie müssen mit Münchner Wasser aus einem Tiefbrunnen gebraut werden und eine Stammwürze von mindestens 13,6 Prozent haben, was sie stärker macht als normales Helles. Natürliche Rohstoffe nach dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 sind ebenfalls obligatorisch.

Das Wiesnbier schmeckt nie genau gleich — warum eigentlich?

Wiesnbier ist Wiesnbier, könnte man meinen. Und doch schmeckt nicht nur jedes der sechs Oktoberfestbiere ein wenig anders, von vollmundig über weich bis malz-aromatisch, hopfig, mild-bitter und leicht süß im Abgang. Weder Augustiner noch Paulaner oder Hofbräu schmecken 2019 so wie im Vorjahr. Das liegt an den Rohstoffen: Gerste und Hopfen sind jedes Jahr unterschiedlich. 2019 stellte der trockene Sommer die Brauer vor einige Herausforderungen, die sie aber gekonnt gemeistert haben.

Wissenswertes und Fakten übers Wiesnbier

  • Stammwürze: die geringste hat Paulaner mit 13,6%, die höchste Hofbräu mit 13,8%
  • Alkoholgehalt: Augustiner mit 6,4% den höchsten, Spaten mit 5,9% den geringsten
  • Bittere: am mildesten ist Augustiner mit 19 EBU (European Bitterness Units), am herbsten Löwenbräu mit 26 EBU
  • Einen Quadratmeter Ackerfläche braucht’s für die Braugerste, um drei Maß Wiesnbier zu produzieren
  • Die Marke „Oktoberfestbier“ ist geschützt und die Wiesn gilt seit 1990 offiziell als „Fest des Münchner Bieres“
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