Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Anette Göttlicher

Im Hofbräu-Festzelt klimafreundlich feiern

Klimaschutz: CO2-neutrales Wiesnbier genießen

Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören schon lange zum festen Wiesn-Programm. Jetzt gibt’s drei Jahre nach dem ersten klimaneutralen Zelt erstmalig Klimaschutz im Maßkrug: CO2-neutrales Wiesnbier von Hofbräu München.
Klimaneutrales Bier Klimaneutrales Bier • Foto: Anette Göttlicher

Hofbräu schenkt das erste klimaneutrale Bier aus

2016 und 2018 gab’s mit der Hühner- und Entenbraterei Ammer und „Zum Stiftl“ die ersten klimaneutralen Festzelte, 2019 folgte als erstes großes Zelt Kufflers Weinzelt. Hofbräu München stellt sein Wiesnbier nun erstmalig klimaneutral her. Auch dessen Transport aufs Oktoberfest und der Betrieb des Hofbräuzelts und der anderen Betriebe, die Hofbräu-Bier ausschenken (u.a. „Zur Schönheitskönigin“) erfolgen ab 2019 und für die folgenden Jahre CO2-neutral.

V.l.n.r.: Wiesnchef Clemens Baumgärtner, Hofbräu-Chef Dr. Michael Möller, Angela & Wolfgang Aber (CarboCert) und Landwirt Ulrich Gamperl V.l.n.r.: Wiesnchef Clemens Baumgärtner, Hofbräu-Chef Dr. Michael Möller, Angela & Wolfgang Aber (CarboCert) und Landwirt Ulrich Gamperl • Foto: Anette Göttlicher

Moor-Renaturierung und Humusaufbau gleichen Wiesn-CO2 aus

66 Tonnen CO2 kommen trotz Einsparmaßnahmen wie z.B. Ökostrom aus Wasserkraft beim Brauen des Hofbräu-Bieres, dem Transport und dem Betrieb der Festzelte zusammen. Dieser nicht vermeidbare CO2-Fußabdruck wird durch zwei regionale Klimaschutzprojekte ausgeglichen: Im Chiemgau wird ein Moorgebiet renaturiert. Dadurch wird Klimagas aus der Atmosphäre entnommen und im Moorboden gespeichert. Das zweite Projekt: Ulrich Gamperl, Landwirt aus dem Landkreis Freising, baut auf 44 Hektar seiner Ackerflächen gezielt Humus auf, der ebenfalls CO2 im Boden bindet. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner bezeichnet das als „Meilenstein“, da regional erzeugtes CO2 vor Ort wieder kompensiert werde. Eine echte Chance fürs Klima.