Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München

WirtshausWiesn 2022: Bilder und Eindrücke

Kommt mit auf unseren Streifzug über die WirtshausWiesn

Erstmals steigt die beliebte WirtshausWiesn zeitgleich mit dem Oktoberfest auf der Theresienwiese: Rund 50 Wirtshäuser und Biergärten feiern unter dem Motto „Ganz München ist Wiesn!“. Wir waren für euch in der Innenstadt unterwegs und haben uns in einigen Lokalen umgeschaut. Lasst euch hier von der Stimmung der WirtshausWiesn inspirieren – und erlebt sie selbst noch bis 3. Oktober - eben im gesamten Zeitraum, in dem auch das Oktoberfest stattfindet.
• Foto: Ole Zimmer

Ganz München ist Wiesn – auf der Theresienwiese und in der Innenstadt

Zwei Jahre lang war es die WirtshausWiesn, die den Menschen in München und den vielen Gästen aus aller Welt in Zeiten von Corona ein Gefühl von Oktoberfest gegeben hat. Mit viel Musik, besonderen Schmankerln und einer eigenen Deko. Auch heuer sind wieder rund 50 Wirte aus der Münchner Innenstadt dabei, auch die Festwirte des Oktoberfests.

Für Gregor Lemke ist das neue Zusammenspiel zwischen der großen Wiesn und der WirtshausWiesn in der Innenstadt nur konsequent: „Mit der WirtshausWiesn knüpfen wir an eine alte Tradition an“, erklärt der Chef des Augustiner Klosterwirts. Schließlich sei es schon beim ersten Oktoberfest so gewesen, dass die Münchner in der Innenstadt gegessen und getrunken hätten; auf der Theresienwiese gab es damals nur das große Pferderennen.

Und so erklärt sich auch das Motto: „Ganz München ist Wiesn“, erläutert Gregor Lemke. „Wir sehen die WirtshausWiesn als ideale Ergänzung zu den Festzelten auf der Theresienwiese. Wenn es draußen zu voll wird, bieten wir Platz und Stimmung. Auch wer es lieber etwas gemütlicher mag oder mit vielen Freunden feiern möchte, ist bei den Innenstadtwirten genau richtig“.

Hier gibt's alle Infos zur WirtshausWiesn 2022

De Richtig'n im Hofbräuhaus De Richtig'n im Hofbräuhaus • Foto: Ole Zimmer

Hofbräuhaus am Platzl: Stimmung wie im Festzelt

Wie das ausschauen kann, ist ein paar hundert Meter weiter zu erleben. Im Hofbräuhaus am Platzl drückt die Kapelle „De Richtig’n“ schon am Nachmittag auf die Tuba – und der Saal geht mit. Bandleader Hans Gschwendtner ist sichtlich begeistert. „Das ist eine Stimmung wie im Festzelt“, ruft er nur kurz. Dann muss er weitermachen, mit seinen Kollegen das nächste „Prosit der Gemütlichkeit“ anstimmen.

Ein paar Meter weiter in Richtung Kuchl sitzt Hofbräu-Wirt Wolfgang Sperger. „Wir sind eine Hommage an die Wiesn“, erklärt er. Wie seine Kollegen von den Innenstadtwirten hat auch er die Karte um besondere Wiesn-Schmankerl erweitert. Und während der WirtshausWiesn gibt es noch mehr Musik und noch mehr Programm als ohnehin schon im Hofbräuhaus. „Im Prinzip haben wir mit der WirtshausWiesn das Oktoberfest einfach um die Plätze der 50 Innenstadtwirte erweitert“, so Sperger.

Herzlmaler Albert Ziegler im Café Luitpold Herzlmaler Albert Ziegler im Café Luitpold • Foto: Ole Zimmer

Süße Herzlmalerei im Café Luitpold

Die WirtshausWiesn ist nicht gleichbedeutend mit Remmi-Demmi. Es geht eher um fröhliche Wirtshauskultur und gelebte Wiesn-Traditionen. So ist auch das Café Luitpold in der Brienner Straße Teil der WirtshausWiesn. Chefkonditor Albert Ziegler bemalt und beschriftet hier von Hand Wiesnherzen. Zwei Wochen lang entstehen hier Schritt für Schritt in Handarbeit besondere Herzen mit individueller Beschriftung. Für Konditormeister Ziegler, der normalerweise aufwändige Torten und Pralinen fertigt, eine schöne Ablenkung. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht, dass München die Wiesn wiederhat“, sagt der Zuckerbäcker. Mit seinen Herzen sorgt er nicht nur für schöne Andenken, sondern wirbt auch für sein süßes Handwerk. Denn bei ihm und seinen Kollegen ist jedes Herz ein besonderes Unikat.

Oliver Wendl vom Augustiner am Platzl Oliver Wendl vom Augustiner am Platzl • Foto: Ole Zimmer

Augustiner am Platzl: Wiesnbier aus dem Holzfass

Im Augustiner am Platzl zapft Wirt Oliver Wendel das Wiesnbier direkt aus dem Holzfass. In seiner urigen Gaststube mischen sich Gäste aus ganz Europa mit Trachten-Stammtischen und vielen Münchnerinnen und Münchnern. Oliver Wendel und seine Frau Barbara waren mutig und haben den Augustiner erst vor einem guten Jahr, mitten in der Pandemie, übernommen. Jetzt freuen sie sich besonders über das bunte Treiben in der Stadt. „Die WirtshausWiesn ist eine tolle Möglichkeit, die vielen schönen Wirtshäuser in der Innenstadt einmal neu kennenzulernen oder neu zu entdecken“, ist sich der Augustiner-Wirt sicher. „Die Stimmung bei uns und in der ganzen Innenstadt ist einfach schön“.

Gäste im Schneider Bräuhaus Gäste im Schneider Bräuhaus • Foto: Ole Zimmer

Schneider Bräuhaus: Bayerische Volksmusik live

Im Schneider Bräuhaus lässt es sich derweil Brauereichef Georg Schneider nicht entgehen, die WirtshausWiesn selbst mitzufeiern. Der Bräu hat auch selbst angezapft – mit nur zwei Schlägen. Hier im Tal betreibt seine Weißbier-Brauerei ohnehin ein besonders uriges Beispiel Münchner Wirtshaustradition. Zur WirtshausWiesn hat das Team von Wirt Otmar Mutzenbach die großen Räume im Erdgeschoss festlich geschmückt, die Karte ist ein wenig „wiesnlastiger“ geworden. Vor allem aber spielen noch mehr Musikgruppen und Kapellen mitten zwischen den Gästen bayerische Volksmusik.

„Die WirtshausWiesn ist eine tolle Gelegenheit, in der Stadt zu genießen und zu feiern – für uns, für die Innenstadtwirte und vor allem für die Gäste“, ist sich Brauerei-Chef Georg Schneider sicher. „Wir freuen uns über alle, die zu uns kommen“.

Also: Auf geht’s zur WirtshausWiesn. Wer noch nicht in der Stadt war: Bis zum 3. Oktober wird bei den Innenstadtwirten gefeiert. Prost und viel Spaß!