Öffentliches Gedenken an das Oktoberfest-Attentat
Am Samstag, 26. September, gedachte die Landeshauptstadt München gemeinsam mit der DGB-Jugend München sowie Überlebenden und Angehörigen am Haupteingang der Theresienwiese des Oktoberfest-Attentats vom 26. September 1980. Die Gedenkfeier begann um 8 Uhr, eine Stunde vor der Öffnung des Festgeländes.
Gedenkfeier mit Zeitzeugen und musikalischer Umrahmung
Zur Begrüßung sprach Magdalena Wesselly, Sprecherin des Regionsjugendausschusses der DGB-Jugend München. Es folgten Redebeiträge von Bürgermeisterin Mona Fuchs und Benedikt Knoche vom Kriseninterventionsteam des Arbeiter-Samariter-Bunds München. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier vom Bläserensemble „Münchner Petersturmmusik“. Die Hauptrede hielt Ramin Assisi, der am 26. September 1980 als Ersthelfer vor Ort gewesen war. Im Anschluss an die Gedenkfeier fand eine Kranzniederlegung statt.
Dreisprachige Durchsage erinnerte an die Opfer
Gegen 8.45 Uhr war auf dem gesamten Festgelände eine dreisprachige Durchsage auf Deutsch, Englisch und Italienisch zu hören. Sie informierte über die Ereignisse des 26. September 1980, nannte die Namen der Todesopfer und wies auf den Erinnerungsort am Haupteingang der Theresienwiese hin. Um 9 Uhr öffnete das Oktoberfest seine Tore. Anschließend setzte die DGB-Jugend ihre Versammlung als Mahnwache fort.
Erinnerung an das Oktoberfest-Attentat
Das Oktoberfest-Attentat gilt als der schwerste rechtsterroristische Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bei dem Bombenanschlag am 26. September 1980 verloren 13 Menschen ihr Leben, darunter auch der rechtsextreme Attentäter. Mehr als 200 Oktoberfestgäste wurden zum Teil schwer verletzt.
Viele Überlebende und Angehörige der Opfer hatten über Jahrzehnte um Aufklärung und Anerkennung gerungen. Bis heute engagieren sie sich gegen das Vergessen und für eine lebendige Erinnerung an die Opfer.
Seit 2020 informiert der städtische Erinnerungsort „Dokumentation Oktoberfest-Attentat“ direkt am Haupteingang der Theresienwiese über den Bombenanschlag und seine Folgen. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven der Betroffenen. Die Ausstellung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München war auch während des Oktoberfests barrierefrei und kostenfrei zugänglich.