Rundum gelungene musikalische Show am mittleren Sonntag
Bereits zum 41. Mal wurde die Matthias-Pschorr-Straße vor der Bavaria zur großen Freiluftbühne für bayerische Blasmusik. Bei strahlendem Spätsommerwetter sorgten Kapellen, Ehrengäste und Musiker am mittleren Festsonntag (27. September) für einen stimmungsvollen musikalischen Auftakt und zeigten, wie lebendig bayerische Tradition und Brauchtum auf der Wiesn sind.
Das Oktoberfest feiert eine erfolgreiche Zwischenbilanz und die Olympia-Bewerbung
Seit über vier Jahrzehnten findet das traditionelle Platzkonzert der Wiesnwirte am Fuße der Bavaria auf dem Oktoberfest statt. Auch in diesem Jahr begrüßte Musiker und Moderator Dominik Glöbl die zehntausenden Zuschauer mit rund 300 Blasmusikern sowie zahlreichen bekannten Persönlichkeiten rund um die Wiesn.
Die rund 300 Musiker, die sich aus den Kapellen aller Festzelte zusammensetzen, ließen unter der Bavaria die bekanntesten und schönsten Blasmusikmärsche und -melodien erklingen. Für besondere Momente sorgten dabei auch Münchner Politiker und Wiesn-Persönlichkeiten, die sich um das Oktoberfest verdient gemacht haben und traditionell selbst zum Taktstock greifen.
Den Auftakt machte in diesem Jahr Dr. Christian Scharpf, der das Oktoberfest zum zweiten Mal als Wiesnchef verantwortete. Außerdem übernahmen Franziska Reichert, Wirtin des Pschorr-Bräurosl-Festzelts, und Dr. Jörg Lehmann, der neue Direktor des Staatlichen Hofbräuhauses München, den Taktstock.
Eine besondere Premiere gab es in diesem Jahr ebenfalls: Erstmals war der berühmte Tölzer Knabenchor auf der Platzkonzert-Bühne zu Gast. Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens trat der Chor gemeinsam mit den Oktoberfestkapellen auf und bereicherte das musikalische Programm um eine besondere Klangfarbe.
Auch bayerisches Brauchtum kam nicht zu kurz: Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein (G.T.E.V.) Marquartstein-Piesenhausen, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, präsentierte unter der Bavaria sein Können.
Ehrenpreis der Wiesnwirte ging an Gästeführer Georgl Reichlmayr
Auch Stadträtin Anja Berger griff in ihrer Rolle als „Wiesn-Stadträtin“ zum Taktstock und dirigierte den Erzherzog-Albrecht-Marsch. Dabei bekannte sie sich als begeisterte Bierzeltbesucherin. Für alpine Klänge sorgten die Kaltentaler Alphornbläser mit ihrem „Alphornruf“. Anschließend brachten die Jagdhornbläser Miesbach mit dem stimmungsvollen „Hirschmarsch“ einen weiteren musikalischen Höhepunkt auf die Bühne, bevor Dr. Hanna Sammüller, Leiterin des Kreisverwaltungsreferats, den „Laridah-Marsch“ dirigierte.
Der Ehrenpreis ging in diesem Jahr an Georg Reichlmayr, offizieller Gästeführer der Landeshauptstadt München. Mit seinen speziellen Themenführungen rund um das Oktoberfest hat er sich in besonderer Weise um die Vermittlung der Geschichte und Tradition der Wiesn verdient gemacht.
Zum großen Finale griff Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause erstmals selbst zum Taktstock. Er dirigierte den „Bayerischen Defiliermarsch“, bevor – wie in jedem Jahr – alle Kapellen gemeinsam die Bayernhymne anstimmten. Begleitet vom Aufsteigen unzähliger bunter Luftballons ging das 41. Oktoberfest-Platzkonzert schließlich stimmungsvoll zu Ende.