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Sonnig, fröhlich, friedlich, so lautet das Fazit zum diesjährigen Oktoberfest.

Vorläufiger Schlussbericht zum Oktoberfest 2026

Sonnig, fröhlich friedlich, so lautet das Fazit zum diesjährigen Oktoberfest. Die Beschicker*innen, Wirtinnen und Wirte sowie die Sicherheitsbehörden zeigten sich sehr zufrieden und lobten die entspannte, heitere Atmosphäre. Überschattet wurde das Oktoberfest von dem tödlichen Unfall eines Mitarbeiters am Hangover, der die Wiesn Familie mit großer Bestürzung und Trauer erfüllt hat.

Trachtentanz auf der Oidn Wiesn
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Gäste, Behörden und Festbezieher erlebten eine wahre Prachtwiesn. Bei fast durchweg schönen Spätsommerwetter kamen auch fast 25 Prozent mehr Gäste auf die Oide Wiesn im Südteil des Festgeländes.

Bilanz 2026: Die wichtigsten Zahlen

  • Gäste: 7,4 Millionen (2025: 6,5 Millionen)
  • Bier: Rund 6,7 Millionen Maß Bier
  • Speisen: Die großen Zelte melden gestiegenen Konsum im Vergleich zum Vorjahr.
  • Fundbüro: Rund 4.000 Fundsachen
  • Krug-Klau: 105.000 Maßkrüge  eingesammelt
  • Energie:  2,65 Millionen kWh Strom verbraucht
  • Sicherheit: Polizei, Aicher melden gestiegene Einsatzzahlen
  • Müll:  92 Tonnen entsorgt 

Das bislang meistbesuchte Oktoberfest der Geschichte geht zu Ende

Gäste auf der Wirtsbudenstraße
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Das Oktoberfest 2026 war ein Besucher-Magnet. Das merkte man auch unter der Woche.

Nach ersten Schätzungen der Festleitung kamen an 16 Tagen bis einschließlich Sonntag, 4. Oktober, etwa 7,4 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2025: 6,5 Millionen), darunter 447.000 Besucher*innen auf der Oidn Wiesn (2025: 360.000). Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer Geschichte.  Dabei haben vor allem die Besucherzahlen unter der Woche deutlich zugelegt (Montag bis einschließlich Donnerstag: +18,5 Prozent in der ersten Woche, + 28,9 Prozent in der zweiten Woche). Dies zeigt, die Besucherlenkungs-Kampagne „How to Wiesn“ der Stadt, die an die Gäste appelliert, das Oktoberfest unter der Woche zu besuchen, überaus erfolgreich gegriffen hat. Auch das spätsommerliche Wetter spielte eine positive Rolle. 
Trotz der hohen Besucherzahl kam es durch das neue Sicherheitskonzept und die Besucherlenkung zu keiner Überfüllungslage auf der Wiesn. Die geänderte Eingangssituation auf der Oidn Wiesn sorgte dort für einen reibungslosen Ablauf bei deutlich gestiegenen Gästezahlen (+24,2 Prozent). 
Das Festpublikum war wie schon in den Vorjahren bunt gemischt, Familien mit Kindern, Jugendliche, Senioren, Stammtische und Freundeskreise kamen zur Theresienwiese, um für ein paar Stunden zu bummeln, die Fahrgeschäfte zu testen, zu essen, zu trinken und in den Festzelten und Gärten zu feiern.  
Das Oktoberfest ist ein regionales Fest mit hoher internationaler Aufmerksamkeit. Der überwiegende Teil der Besucher*innen kam nach wie vor aus München selbst oder dem Umland. Die meisten internationalen Gäste reisten aus den USA, Italien und Österreich an.  Die vorliegenden Mobilfunkdaten sind reine Rohdaten, die nach dem Oktoberfest noch ausgewertet werden müssen. Festleitung, Schausteller*innen, Marktkaufleute sowie Wirtinnen und Wirte sind mit dem Verlauf des Festes zufrieden.

Das weiterentwickelte Sicherheitskonzept hat sich in der Praxis bewährt

Wiesnchef Dr. Christian Scharpf
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Wiesnchef Dr. Christian Scharpf zog für die veranstaltende Landeshauptstadt München eine äußerst positive Bilanz zum Oktoberfest 2026.

Wiesnchef Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, zieht ein positives Resümee zu den Sicherheitsmaßnahmen, die in diesem Jahr verstärkt wurden: „Das weiterentwickelte Sicherheitskonzept für das Oktoberfest 2026 hat sich in der Praxis bewährt. Die neue Sicherheitszentrale, die verbesserte Videoüberwachung und das Crowd Spotting haben es ermöglicht, die Besucherströme noch genauer zu beobachten und bei Menschenansammlungen frühzeitig gegenzusteuern. Die Kontrollen an den Eingängen wurden von den Gästen problemlos akzeptiert. Am mittleren und am dritten Samstag wurden die beiden Haupteingänge kurzfristig geschlossen und die Gäste zu den Nebeneingängen umgeleitet, begleitet von Social-Media-Appellen auf unseren Social-Media-Kanälen und Durchsagen. Am letzten Samstag musste auch der Zugang an der Bavaria kurzzeitig geschlossen werden. Durch die rund 30-minütige Sperrungen wurde für eine schnelle und merkliche Entspannung auf dem Festgelände gesorgt. 
Die neu installierten Kameras und die eingesetzte KI-Technik sowie die optimierten Kommunikationswege zwischen Veranstalter, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sicherheitsdiensten haben sich als wichtige Bausteine erwiesen. Darüber hinaus hat unsere Besucherlenkungs-Kampagne „How to Wiesn“, unter anderem mit dem Appell, die Wiesn unter der Woche zu besuchen, großen Erfolg gezeigt. Dies belegen die gestiegenen Gästezahlen unter der Woche (+25 Prozent).“

Essen und Trinken im Plus

Bedienung in der Pschorr-Bräurosl
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Beim Festbier melden die Brauereien ein Plus von 2,7 Prozent.

Der Festbierkonsum stieg nach Angaben des Vereins der Münchner Brauereien um 2,7 Prozent und lag bei rund 6,7 Millionen Maß (2025: 6,5 Millionen). Das alkoholfreie Bier wurde um 10,7 Prozent mehr nachgefragt, das Weißbier um 12,6 Prozent. Der Absatz von alkoholfreien Getränken stieg um 10 Prozent. Das saure Radler fand auch in der zweiten großen Zuspruch. Beim Essen melden die großen Wiesnwirte ein Plus von zwei bis drei Prozent. Das klassische Hendl ist wieder im Aufwind, nachdem der Konsum in den vergangenen Jahren rückläufig war.
Die Wirtinnen und Wirte loben die sehr schöne Stimmung. Die Zelte waren nur selten komplett geschlossen, die Biergärten immer bis zum Schluss dicht besetzt. Dies war dem schönen Wetter geschuldet und sorgte für angenehme Durchlässigkeit von Zelt zu Biergarten auf das Festgelände und zurück.
Die Umsätze bei den kleinen Wiesnzelten lagen auf Vorjahrsniveau. Bei vegetarischen Speisen zeigten sich die Gäste experimentierfreudiger als in den Vorjahren und bestellten auch andere Spezialitäten als die klassischen Kässpatzn. Der Straßenverkauf war sehr gut.

Heuer kein Wiesn-Hit aber ein Newcomer

Musikband im Festzelt.
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
"Gute Laune" herrschte heuer in den Bierzelten und auf dem Festgelände.

Ein wirklicher Hit hat sich nicht herauskristallisiert. Das Kinderlied „Gute Laune“ von GroßstadtEngel gehörte als Neuzugang neben den Klassikern wie „Hey Baby, Take me home, Country Roads oder Fürstenfeld“ zu den absoluten Publikumslieblingen.

Straßenverkauf und Souvenirs

Informationsstand
Bildrechte: RAW, Stefan Dohl
Souvenirs vom Oktoberfest sind nach wie vor ein Must-have.

Die Mittagsangebote im Straßenverkauf wurden sehr gut angenommen. Insgesamt lag der Umsatz auf Vorjahresniveau, der Herzl- und Mandelverkauf verzeichnete eine Steigerung. Die Standbetreiber*innen sind zufrieden. Beim Kauf von Souvenirs achten die Gäste sehr auf Qualität. Der Run auf Spaßhüte ist vorbei, dafür waren Trachtenhüte wieder stärker gefragt.

Schausteller freuen sich über besonders viele Familien in diesem Jahr

Wildwasserbahn
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Gerade unter der Woche kamen heuer besonders viele Familien. Das freute auch die Schausteller.

Auch die Schausteller*innen loben die fröhliche und freundliche Stimmung auf dem Festplatz. Sie sind mit dem Verlauf sehr zufrieden, stellten aber eine Konsumzurückhaltung bei den Gästen fest, die auch gerne einfach nur über die Wiesn flanierten. Die Wochenenden waren sehr gut besucht, zum Kindertag in der zweiten Woche kamen 57 Prozent mehr Gäste auf die Wiesn als im Vorjahr (2026: 422.000).

Das melden die Behörden

Festleitung Oktoberfest
Bildrechte: RAW, Stefan Dohl
Die Sicherheitsbehörden melden einen reibungslosen Festverlauf.

Alle Sicherheitsbehörden loben die Besonnenheit der Gäste und sind sich einig, dass sich das überarbeitete Sicherheitskonzept bezahlt gemacht hat. Auch die Durchsagen auf dem Festgelände sorgten für Klarheit und wurden als ausgezeichnetes Mittel der Besuchersteuerung gelobt. 

Polizei und Sanitätsstation

Polizeikräfte auf dem Oktoberfest
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Die Polizei ist zufrieden mit dem Einsatzverlauf.

Die Polizei ist mit dem bisherigen Verlauf des Oktoberfests sehr zufrieden. Die Einsatzzahlen liegen mit rund 1.600 wegen der stark gestiegenen Gästezahlen erwartungsgemäß über dem Vorjahresniveau. Schwerpunkte bei den Delikten waren insbesondere Rauschgiftverstöße. Bis zum Zeitpunkt der Erhebung (Stand 3. Oktober) wurden 607.000 Euro an Sicherheitsleistungen hinterlegt. Die Aicher Ambulanz vermeldet eine deutliche Steigerung von 18,5 Prozent bei den Patientenzahlen. Auch dieser Anstieg lässt sich mit der deutlich erhöhten Zahl von Festgästen in diesem Jahr erklären. Das Einsatzgeschehen verlagerte sich bei dieser Wiesn daher auch vermehrt auf die Werktage. Die meisten Einsätze gab es am mittleren Samstag. Mit nur 1,1 Prozent ist die Quote der Abtransport in die umliegenden Münchner Kliniken erfreulich gering.

Feuerwehr

Feuerwehrler auf dem Oktoberfest
Bildrechte: RAW, Moritz Röder

Die Feuerwehr spricht von einer ruhigen Wiesn. Heuer gab es (Stand 3. Oktober) 13 Einsätze wie im Vorjahr, die meisten davon Hilfeleistungen. Der Die größten Einsätze waren der Einsatz beim tödlichen Unglück am Fahrgeschäft sowie beim Containerbrand am ersten Festsonntag am 27. September

Sicherheitsdienste und Securitas

Der Einlass lief störungsfrei und geordnet
Bildrechte: RAW, Stefan Dohl
Der Einlass lief störungsfrei und geordnet. Auch der so ganannte "Run" wurde deutlich entschärft.

Die von VESD-Mitgliedsunternehmen betreuten Zelt- und Schaustellerbetriebe ziehen eine positive Bilanz. Bei Sonne satt und kaum Regen blieb die Stimmung durchweg gelöst. Der Andrang in den Zelten war von Beginn an hoch und verteilte sich besser als im Vorjahr: Die Zelte füllten sich früher am Tag, mussten dafür seltener schließen. Das Publikum begegnete dem Sicherheitspersonal freundlich und umgänglich, die Maßnahmen bewegten sich im üblichen Umfang. Acht große Festzelte waren als SafeNow-Zonen eingerichtet, Verbandsmitglieder hatten dazu ihre Erfahrungen aus dem ersten Zelt eingebracht. Mehrere Mitgliedsunternehmen setzten erneut Bodycams ein. Die Erfahrungen sind sehr positiv: Konflikte eskalieren seltener, aufgeheizte Situationen beruhigen sich schneller und Vorfälle lassen sich sauber dokumentieren.

Securitas blickt auf einen erfolgreichen Einsatz auf der Wiesn 2026 zurück. Bedauerlicherweise wurde allerdings gleich am ersten Festtag einer unserer Mitarbeiter beim „Run“ umgestoßen und verletzt.
Rund 1.400 Sicherheitskräfte mit einer Schichtstärke von bis 730 Personen wurden entlang aller bekannten Positionen und Einsatzgebieten eingesetzt. Dabei haben sich insbesondere die flächendeckenden Taschenkontrollen und die stichprobenartigen Personenkontrollen mittels Handsonde entlang aller Zugänge zum Festgelände bewährt.
Die von Securitas gestellte Hangstreife entlang des Hügels hinter den großen Festzelten bleibt ein elementarer Bestandteil des Sicherheitskonzepts, der die auf dem Gelände wirkenden Polizeistreifen und die Aicher-Ambulanz an diesem neuralgischen Punkt unterstützt. Dieses Plus an Sicherheit soll insbesondere das Sicherheitsgefühl von Frauen steigern, weshalb auch in diesem Jahr wieder die Initiative „Sichere Wiesn für Frauen und Mädchen“ in das Schulungsprogramm eingebunden wurden.
Zusätzlichen Sicherungsposten auf dem Festgelände, im Bereich der Besucherlenkung, konnten während besonders frequentierter Zeiten dazu beitragen, Stauungen abzumildern und Überfüllungssituationen zu vermeiden.

Jugendschutz

Kind auf Schulter von Gast
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Der Jugendschutz sorgt für eine sichere Wiesn für die kleinsten der Gäste.

Der Jugendschutz hat dieses Jahr sechs verloren gegangen Kinder im Alter zwischen null und 13 Jahren betreut. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Kinder, die von ihren Eltern oder Betreuungspersonen getrennt wurden. Eine Zusammenführung aller Beteiligten konnte zeitnah erreicht werden.
Zahlreiche Erziehungsberechtigte wurden auf das Kinderwagenverbot nach 18 Uhr sowie auf die Regelung „Unter 6 Jahren nach 20 Uhr in Bierzelten und -gärten verboten“ hingewiesen. Es wurden rund 160 Verstöße registriert; am häufigsten wurden Eltern angesprochen, die deutlich nach 18 Uhr noch mit Kinderwagen unterwegs waren und zum Verlassen des Festgeländes aufgefordert.
Bei 20 alkoholisierten Jugendlichen wurde für einen sicheren Heimweg gesorgt, ebenso für fünf alkoholisierte Elternteile und ihre Kinder.

Deutlich weniger Fundsachen und Krug-Klau

Fundsachen im Fundbüro
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
220 Schlüssel wurden auf der Wiesn verloren.

Das Wiesn-Fundbüro befindet sich seit diesem Jahr im Verkehrszentrum des Deutschen Museums, rund 400 Meter Luftlinie von der Bavaria entfernt. Bis Montag, 5. Oktober, wurden hochgerechnet rund. 4.000 Fundsachen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies voraussichtlich 500 weniger Fundsachen (-12 Prozent). Die nachfolgenden Zahlen basieren auf dem Stand vom 2. Oktober und berücksichtigen die zu erwartenden Fundstücke der kommenden drei besucherstarken Tage.
Die meisten Fundsachen waren
• 1.050 Kleidungsstücke (+/- 0 Prozent)
• 700 Geldbeutel (-15 Prozent)
• 450 Ausweise (- 15 Prozent)
• 250 Bankkarten (- 20 Prozent)
• 400 Handys/Smartphones (- 10%)
• 350 Brillen (+ 15 Prozent)
• 220 Schlüssel (- 30 Prozent)
• 180 Taschen, Rucksäcke und Beutel (+ 15 Prozent)
• 20 Schirme (- 70 Prozent)
• 30 Hüte (- 20 Prozent)
• 35 Uhren (- 10 Prozent), davon 25 Smartwatches
• 15 hochwertige Schmuckstücke (+/- 0 Prozent)
• 12 Paar Schuhe
Hochgerechnet konnten rund 850 Fundsachen an die Verlierer*innen ausgehändigt werden. Kuriose Fundsachen waren eine Knirschschiene, ein Geldbeutel mit 500 Euro und fünf Kreditkarten, ein Geldbeutel mit 18 Karten, eine Krücke sowie ein dicker Bildband über Tibet, der bis Freitag, 3. Oktober, noch nicht wieder abgeholt wurde. In der zweiten Woche wurde eine 1,80 Meter große Figur eines Imbiss-Standes im Fundbüro abgegeben. Weitere kuriose Fundsachen waren ein Akkordeon, ein Gebiss, eine Insulinspritze, ein Apple-iPhone 18 - nur wenige Tage nach Verkaufsstart des Modells - sowie ein Alkoholmessgerät. Das Besucheraufkommen war gegenüber den Vorjahren spürbar rückläufig. Geschätzt kamen etwa 30 Prozent weniger Suchende als 2025.

Rund 105.000 Maßkrüge wurden vom Ordnerpersonal eingesammelt (2025: 112.000).

Lebensmittelüberwachung und TÜV

Bedienung bringt Essen zu den Gästen
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Die Lebensmittelbetriebe auf dem Oktoberfest haben einen hohen Hygienestandard.

Die Lebensmittelüberwachung des Kreisverwaltungsreferats war in diesem Jahr mit acht Lebensmittelkontrolleur*innen auf dem Oktoberfest vertreten. Auf dem Festgelände einschließlich der Oidn Wiesn unterlagen 396 Betriebe der regelmäßigen Überprüfung der Lebensmittelüberwachung. Die Abnahmekontrollen der Küchen in den Festzelten erfolgten bereits zwei Tage vor Eröffnung der Wiesn. Insgesamt führte die Lebensmittelüberwachung auf dem Festgelände 1.158 Kontrollen durch und entnahm Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen, darunter auch Bier und fertige Speisen.
Den 15 eingelaufenen Beschwerden von Verbraucher*innen wurde umgehend nachgegangen. Geringere Mängel hinsichtlich der Betriebs- und Produkthygiene sowie der betrieblichen Eigenkontrollen wurden im Beisein der Kontrollpersonen meist unverzüglich beseitigt. Festzustellen ist, dass die Lebensmittelbetriebe auf dem Oktoberfest einen hohen Hygienestandard haben.
Die Wiesn verlief bisher aus sicherheitstechnischer Sicht weitgehend ruhig. In den Fahrgeschäften waren die Besucherzahlen etwas höher als im Vorjahr. Die Zelte und Fahrgeschäfte werden zusammen mit dem TÜV wiederholt stichpunktartig auf die Einhaltung der Betriebsvorschriften überprüft. Nennenswerte Verstöße wurden bisher nicht festgestellt. Die Verletzungsmeldungen liegen deutlich unter den Zahlen der Vorjahre. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte für ein Verschulden der Betreiber*innen.

Lautstärke in den Zelten

Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat auch in diesem Jahr die Abnahme der Musikanlagen in den gastronomischen Großbetrieben sowie auf der Oidn Wiesn durchgeführt. Zusammenfassend verlief das diesjährige Oktoberfest aus Sicht des RKU reibungslos und ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Straßenreinigung und Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)

Glasbruch auf dem Oktoberfest
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Heuer waren 127 Tonnen gemischter Glasbruch zu verzeichnen.

Das Oktoberfest 2026 erforderte wieder einen umfangreichen Einsatz der Straßenreinigung des Baureferats. Neben den Sonderschichten beim Einzug der Wiesnwirte und beim Trachtenumzug herrschte jede Nacht ab etwa zwei Uhr Hochbetrieb. Pünktlich bis um acht Uhr morgens war das gesamte Festgelände wieder in einwandfreiem Zustand. Insgesamt wurden heuer 92 Tonnen Müll (2025: 93 Tonnen) zusammengekehrt und abtransportiert; der Wasserverbrauch zur Säuberung der Verkehrsflächen auf dem Festgelände betrug insgesamt rund 1.800 Kubikmeter. Pro Nacht waren bis zu 30 Mitarbeiter*innen sowie ein großes Aufgebot an technischem Gerät im Einsatz. Im Anschluss an das Festgelände wurde täglich das Straßenumfeld gereinigt. Hier fielen etwa 54 Tonnen Müll (2025: 55 Tonnen) an. Auch tagsüber wurden auf dem Festgelände ein Elektrofahrzeug und eine Kleinkehrmaschine eingesetzt, soweit die Besucherströme dies zuließen.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb München erwartet zur Wiesn ein Gesamtaufkommen von voraussichtlich rund 1.015 Tonnen Müll nach den 16 Festtagen. Die voraussichtliche Gesamtmenge setzt sich wie folgt zusammen:
• 804 Tonnen Restmüll zur thermischen Verwertung
• 84 Tonnen Papier, Pappe und Kartonagen
• 127 Tonnen gemischter Glasbruch
Dabei wurden voraussichtlich 1.200 Behälterentleerungen durchgeführt. Die Entleerungen umfassen unterschiedliche auf dem Festgelände eingesetzte Behälter- und Containersysteme für die jeweiligen Abfall- und Wertstofffraktionen.

Leicht gesunkener Energie und Wasserverbrauch

Oktoberfest bei Nacht
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Der Stromverbrauch ist auch dank des warmen Wetters niedriger als im Vorjahr.

Der Stromverbrauch von rund 2,65 Millionen kWh liegt umgerechnet auf 16 Tage etwa 7 Prozent niedriger als 2025. Die höchste Tagesspitze wurde am Freitag, 24. September mit 11.471 kW um 19.15 Uhr gemessen. Der Wasserverbrauch liegt nach 16 Tagen bei rund 83 800 m³ und somit ca. 3,4 Prozent mehr als zur Wiesn 2025. Der Gasverbrauch liegt nach 16 Tagen Wiesn bei circa 129.651m³ und damit rund10,3 Prozent unter dem Verbrauch von 2025. Der Verbrauch bei den Trinkwasserbrunnen liegt insgesamt nach 16 Tagen bei rund 198 Kubikmeter, somit eine Steigerung von circa 52,3 Prozent. (2025: 130 m³). Der Trinkwasserbrunnen mit dem meisten Verbrauch befindet sich hinter dem Augustiner Festhalle mit einem Verbrauch von rund 35 m³.

MVG und Deutsche Bahn

Anreise zum Oktoberfest über die U-Bahn
Bildrechte: RAW, Stefan Dohl
Bei der MVG blieb die U-Bahnhaltestelle Theresienwiese der stärkste An- und Abreisepunkt für die Gäste.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Deutsche Bahn (DB) verzeichnen erneut ein hohes Fahrgastaufkommen. Viele Gäste reisten mit der S-Bahn an und gelangten über den „Wiesn-Bahnhof“ Hackerbrücke oder den Hauptbahnhof auf das Festgelände. Bei der MVG blieb die U-Bahnhaltestelle Theresienwiese der stärkste An- und Abreisepunkt für die Gäste des Oktoberfests. Der Fahrgastbetrieb verlief angesichts des wie zum Oktoberfest üblich erweiterten Verkehrsangebots und des umfangreichen Personaleinsatzes weitgehend reibungslos. Bei der MVG waren täglich mehr als 230 Mitarbeiter zusätzlich im Einsatz. Busse und Bahnen absolvierten während der Wiesn rund 9.000 zusätzliche Fahrten. Bei der Deutschen Bahn sorgten mehr als 500 zusätzliche oder verlängerte S-Bahn-Fahrten für eine reibungslose An- und Abreise.