Auf geht’s zur Wiesn 2026
Vom 19. September bis zum 4. Oktober findet auf der Theresienwiese das größte Volksfest der Welt statt. Beim 191. Oktoberfest wird dieses Jahr 16 Tage lang gefeiert. Den Auftakt bildet der traditionelle Fassanstich durch Oberbürgermeister Dominik Krause am 19. September, um 12 Uhr, in der Festhalle Schottenhamel.
Das Festareal und Bewerbungen
Das Festgelände erstreckt sich über eine Fläche von 34,5 Hektar. Zum Oktoberfest 2026 haben sich 954 Betriebe mit beziehereigenen Geschäften beworben. 478 Betriebe wurden in diesem Jahr zugelassen, darunter 36 gastronomische Betriebe, 243 Schaustellergeschäfte, 182 Marktkaufleute sowie mehrere Servicebetriebe. Auf der Oidn Wiesn haben sich 109 Betriebe beworben, 45 wurden zugelassen, darunter 4 gastronomische Betriebe und 41 Schaustellerbetriebe.
Das ist der offizielle Oktoberfest™ Sammlerkrug 2026
Der Krug ist auch mit handgearbeitetem Zinndeckel erhältlich. Auf ihm wird jährlich eine andere, mit dem Oktoberfest verbundene Münchner Persönlichkeit geehrt. Dieses Jahr ist es Betty Feldl vom Teufelsrad. Sie übernahm nach dem Tod ihres Mannes Rudolf Feldl im Jahr 1970 die Leitung des traditionsreichen Teufelsrads und führte das Fahrgeschäft bis zu ihrem Tod im Jahr 2002. In einer Zeit, in der viele traditionelle Fahrgeschäfte modernisiert oder aufgegeben wurden, bewahrte sie das Teufelsrad in seiner ursprünglichen Form als einziges erhaltenes Exemplar seiner Art.
Der Krug erweitert die 1978 begonnene Reihe von Sammlerkrügen.
Die Firma Rastal in Höhr-Grenzhausen/Westerwald stellt ihn aus grauem Steinzeug (Keferloher) in einer streng limitierten Stückzahl her.
Der Oktoberfest™ Sammlerkrug 2026 kostet 34,90 Euro, mit Zinndeckel 54,90 Euro, und ist im offiziellen Shop sowie im Souvenirhandel auf der Festwiese und in der Tourist Information im Rathaus am Marienplatz erhältlich. Zudem ist der Krug im Paket zur Wiesn von München Tourismus enthalten.
Musikwettbewerb „A Liad für d‘ Wiesn 2026“
Der Musikwettbewerb des Referats für Arbeit und Wirtschaft fand in diesem Jahr zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit den bekannten Partnern, und neu in diesem Jahr mit Unterstützung des Festring München e.V., statt. Sieben der 122 eingereichten Songs kamen ins Online-Voting. Der Titel mit den meisten Stimmen wird am 1. August beim Brass Wiesn Festival live präsentiert. Unter den Teilnehmenden am Publikumsvoting wurden 80 Plätze für die Wiesn inklusive zweier Biergutscheine und eines Hendlgutscheins vom Verein der Münchner Brauereien e.V. verlost. Der siegreiche Act erhält eine umfassende Promotion seines Songs. Offizieller Botschafter ist der Vorjahressieger Michael Fenzl.
Neuerungen auf dem Oktoberfest 2026
Umzug des Fundbüros
Das Fundbüro auf der Wiesn ist umgezogen. Künftig können die Fundstücke, im Deutschen Museum Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe abgeholt werden. Der Eingang befindet sich rechts neben dem Haupteingang des Museums, fußläufig zum Festgelände. Geöffnet ist das Fundbüro täglich von 13 bis 20 Uhr. Fundstücke aus Zelten, Fahrgeschäften oder vom Gelände werden frühestens am Tag nach dem Auffinden abgeliefert. Es ist daher empfehlenswert, ein bis zwei Tage abzuwarten, bevor das Fundbüro aufgesucht wird.
Verbesserte Besucherlenkung
Die Flächen des bisherigen Fundbüros im Servicezentrum hat das Kreisverwaltungsreferat für die neugeschaffenen Koordinierungsstelle zur Verfügung gestellt. Hier und im Sicherheitsraum wird künftig ein modernes Beobachtungsmanagement sowie die Steuerung der Besucherströme stattfinden und für den Informationsfluss zwischen allen beteiligten Sicherheitsbehörden und der Veranstaltungsorganisation gesorgt werden.
Mit diesen Maßnahmen wird sichergestellt, dass Überfüllungssituationen rechtzeitig erkannt und aufgelöst werden. Die Stadt hat darüber hinaus die Kampagne „How to Wiesn“ entwickelt, die bereits im Mai 2026 gestartet ist. Die Botschaften an die Gäste sind dabei klar: Während der Woche ist es am schönsten auf dem Oktoberfest, statt Warteschlangen vor den Zelten zu bilden, sollte man die Schaustellerstraße oder die Oide Wiesn besuchen und die Wiesn hat nicht nur einen Eingang.
Mehr Barrierefreiheit
„Hidden Disabilities Sunflower”-Initiative
Ziel der Sunflower-Initiative ist es, für Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen, wie Autismus, Angststörungen, chronischen Erkrankungen, Hörbeeinträchtigungen oder kognitiven Beeinträchtigungen, im Alltag mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Unterstützung zu schaffen. Das international etablierte Zeichen, eine gelbe Sonnenblume auf grünem Grund, signalisiert, dass Betroffene möglicherweise zusätzliche Hilfe benötigen.
Die Schlüsselbänder sind an der Tourist Information am Marienplatz sowie dieses Jahr zum ersten Mal an den offiziellen Infoständen der Stadt auf dem Festgelände und im Museumszelt auf der Oidn Wiesn erhältlich. Die Mitarbeitenden von München Tourismus wurden speziell geschult. Zusätzlich wurden das Sicherheitspersonal auf dem Gelände, der Sanitätsdienst und die Polizei informiert; ebenso alle Wirte*innen und Schausteller*innen und Beschicker*innen mit der Bitte, auch ihr Personal zu sensibilisieren.
Rollstühle online reservieren
Rollstühle können ab sofort auch online reserviert werden. Die Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen Hans-Fischer-Straße am Südteil der Theresienwiese (G 10) und in der Nähe des Haupteingangs (G1) stellen für mobilitätseingeschränkte Gäste jeweils zwei Rollstühle gegen einen Lichtbildausweis als Pfand kostenlos zur Verfügung. Die Rollstühle können online unter gepaeckannahme.de sowie telefonisch unter +49 176 43831566 gebucht werden. Auf der Webseite kann auch die Verfügbarkeit für den gewünschten Termin überprüft werden.
Barrierefreies Festgelände
Der Veranstalter, das Referat für Arbeit und Wirtschaft, setzt den sukzessiven barrierefreien Ausbau der Feststraßen konsequent fort: Nach Straße 1 (2024) sowie den Straßen 2 und 3 (2025) wurde heuer Straße 4 entsprechend umgestaltet und zeitgleich die Infrastruktur modernisiert.
Das tut sich bei den Schaustellern
Die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland wurde 2026 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Sie steht für das Zusammenspiel von Fahrgeschäften, Spielangeboten und mobiler Gastronomie, das auch das Oktoberfest prägt. Die Beschicker*innen verbinden traditionelles Handwerk, technisches Know-how und gelebte Familientraditionen und machen die Volksfeste zu lebendigen Orten der Begegnung, Unterhaltung und Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen.
Diese Fahrgeschäfte sind heuer neu
- Erstmals zugelassen ist in diesem Jahr das Rundfahrgeschäft „Shake & Roll“ von Else Schäfer. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen „Break Dance“. Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Gondeln nicht starr montiert, sondern können sich frei überschlagen. Durch die Fliehkräfte schaukeln und führen die Gondeln komplette Überschläge (Loopings) aus, nicht motorgesteuert, sondern allein durch die Physik der Bewegung. Jede Fahrt wird dadurch einzigartig, weil Anzahl und Intensität der Überschläge vom Gewicht der Fahrgäste sowie der Fahrweise des Rekommandeurs abhängen (Matthias-Pschorr-Straße 52).
- Das Schau- und Belustigungsgeschäft „Fisherman‘s“ von Franz Xaver Kollmann steht ebenfalls zum ersten Mal auf dem Oktoberfest. Das Geschäft ist ein 2026 fertiggestellter Neubau und bietet auf drei Etagen Spaß, Action und Wasserabenteuer. Thematisch sind die Besucher*innen in einem Fischerdorf unterwegs, das nicht nur mit glatten Blechen, sondern auch mit zahlreichen Polyester-Anbauteilen für eindrucksvolle 3-D-Effekte gestaltet ist. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen 15 Meter langen Laufparcours vor dem eigentlichen Geschäft (Straße 3 Ost/ 5).
- Das Chaos Pendel von Willi Ottens junior feiert 2026 ebenfalls seine Premiere auf dem Oktoberfest. Das Fahrgeschäft wirbelt seine Gäste in bis zu 42 Meter Höhe und mit bis zu 80 km/h durch die Luft. Angetrieben von einem rotierenden Arm, der selbst an einem schwenkbaren Propeller hängt, drehen sich die beiden Gondeln um die eigene Achse. Durch die dreifach gekoppelte Bewegung entstehen immer wieder neue Fahrverläufe (Straße 3 Ost/ 9).
Wichtige Jubilare
- 90 Jahre Familie Willenborg
Die Familie Willenborg ist mittlerweile seit 90 Jahren im Schaustellergeschäft tätig. Der Betrieb wird heute in dritter Generation geführt. Bevor Heinrich Willenborg 1960 als erster deutscher Schausteller ein Riesenrad aus Stahl bauen ließ und auch auf der Wiesn aufbaute, betrieb die Familie unterschiedliche Geschäfte, zeitweise vier zeitgleich, darunter Autoscooter, Geisterbahn, Teufelskutsche (ein Vorläufer der Wilden Maus) und Laufgeschäfte. Das ikonische 50 Meter Riesenrad der Schaustellerfamilie steht bereits seit 1979 auf dem Oktoberfest (Straße 5). - 100 Jahre Hühnerbraterei Poschner
Seit 1926 verwöhnt die Hühnerbraterei Poschner ihre Gäste mit Hendln und Enten frisch vom Grill. Sie steht für Qualität, Handwerk und bayerische Wirtshauskultur auf der Theresienwiese. Zum Jubiläum präsentiert sich Poschner mit dem bewährten familienfreundlichen Angebot. Sowohl Nachhaltigkeit als auch Inklusion prägen das Handeln des Traditionsunternehmens. Als erstem bayerischen Festzelt wurde Poschner das Signet „Bayern barrierefrei“ des Freistaats verliehen (Wirtsbudenstraße 47).
Das ist neu bei Wirten und Festzelten
- Bartls Flößerstadl
Für das Oktoberfest 2026 übernimmt kurzfristig Klaus Bartl den Platz der „Münchner Stubn“. Der langjährige Chef des Campingplatzes Thalkirchen wird mit seinem Zelt „Bartls Flößerstadl“ auf der Theresienwiese vertreten sein. Im Zelt möchte Klaus Bartl die Geschichte und Bedeutung der Flößerei für München und die Region aufgreifen und die Flößer-Tradition in das Erlebnis Oktoberfest integrieren. Auf der Speisekarte sollen regionale Qualitätsprodukte mit Schwerpunkt auf Bio- und Fairtrade-Zutaten stehen. Das Zelt wird Platz für 398 Gäste bieten (Wirtsbudenstraße 26). - Bodos Cafézelt
Für das Oktoberfest 2026 ersetzt Festwirt Otto Lindinger das alte Aluminiumzelt von Bodo's Cafézelt & Cocktailbar durch ein komplett neues Festzelt mit Galerie in nachhaltiger Holzbauweise. Die Bar im Zelt wurde vergrößert und auf die Galerie verlegt. Der neue, überdachte Straßenverkauf lädt mit Sitzplätzen, Siebträger-Kaffeemaschine und Showback-Aktionen zum Einkehren ein. Mit 587 bleibt die Gastplatzzahl unverändert (Straße 2). - Neues Wirtepaar im Paulaner Festzelt
Christine und Lorenz Stiftl übernehmen nach der Schützenlisl auf der Oidn Wiesn mit dem Paulaner Festzelt als neues Wirtepaar eine der großen Brauereifesthallen auf dem Oktoberfest (Wirtsbudenstraße 59).
Oide Wiesn: Neue Wirte und Ausstellung
- Neue Wirte für die Schützenlisl
Michael Bietsch, bis 2025 Betreiber und Wirt der Historischen Kegelbahn auf der Oidn Wiesn, bildet zusammen mit den Geschäftsführern der Münchner Suppenküche, Florian Fendt und Manfred Kneifel das neue Wirtetrio im Volkssängerzelt Schützenlisl. Der altmünchnerische Charakter des Volkssängerzeltes soll sich nicht groß ändern: So bleibt auch Traudi Siferlinger die musikalische Leiterin. Neue Impulse bei Gastlichkeit, Qualität und Programm sollen das Zelt behutsam weiterentwickeln. Eine Änderung gibt es beim Bier - künftig wird Hacker Pschorr aus dem Holzfass ausgeschenkt (Standort: Oide Wiesn 38). - Neue Betreiberin der Historischen Kegelbahn
Nachdem der bisherige Betreiber der Historischen Kegelbahn 2026 Wirt des Schützenlisl-Festzelts wird, übernimmt Sabine Erhard die Kegelbahn und die integrierte Kugel-Bar (Oide Wiesn 3). - „Jedes Bild ein Treffer! Fotografie auf dem Jahrmarkt“
In diesem Jahr wird die Ausstellung im Museumszelt in diesem Jahr um ein neues Kapitel erweitert: die Postkarte vom Oktoberfest als populäres Massenmedium um die Jahrhundertwende. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Jahrmarktsfotografie vom 19. Jahrhundert bis heute. Sie verdeutlicht, wie Fotografie als Attraktion und Souvenir entstand und sich technisch weiterentwickelte.
Historische Artefakte und fotografische Apparate veranschaulichen die einstigen Praktiken, während Besucherinnen und Besucher bei Schausteller Chris Doherty Scherzfotografien im Retro-Look aufnehmen lassen können. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit von Münchner Stadtmuseum und der Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V.
Was ist sonst noch neu?
- Trinkwasserbrunnen
Inzwischen gibt es zehn Brunnen mit kostenlosem Trinkwasser auf dem Gelände. Diese befinden sich unter anderem auf der Oidn Wiesn, an den Toilettenanlagen, am Eingang des Familienplatzls und am Eingang am Esperantoplatz. Zusätzlich gibt es auch einen Brunnen beim Weißbierkarussell der Familie Fahrenschon (Matthias-Pschorr-Straße 6). Neu eröffnet wurden 2025 auch die Trinkwasserbrunnen am St.-Pauls-Platz und bei der neuen Toilettenanlage am U-Bahnhof Theresienwiese. - Bargeldlos zahlen
Jedes Jahr wächst die Zahl der Betriebe und Fahrgeschäfte, bei denen die Gäste bargeldlos bezahlen können. Mittlerweile bieten gut die Hälfte aller Stände und Attraktionen Kartenzahlung an. - Ausweitung der Musikzeiten
Den großen Festzelten wird 2026 erstmals gestattet, mit Ausnahme des Eröffnungstags, wochentags schon ab 11 Uhr und an den Wochenenden ab 10 Uhr Musik zu spielen. Bis 12 Uhr darf jedoch nur traditionelle Blasmusik gespielt werden. Dies soll Besucherströme entzerren.