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191. Oktoberfest mit nur zwei Schlägen feierlich eröffnet - Wiesn startet bei perfekten Bedingungen

"Ozapft is! Auf eine friedliche Wiesn!"

Was für eine Premiere. Mit nur zwei Schlägen hat Oberbürgermeister Dominik Krause heute das erste Fass angestochen und damit offiziell das 191. Oktoberfest eröffnet. Die erste Maß ging traditionsgemäß an den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Dem feierlichen Anzapfen in der Festhalle Schottenhamel war der Einzug der Wiesnwirte vorausgegangen. Bei strahlendem Wetter verfolgten auch in diesem Jahr Tausende Schaulustige das Spektakel.

OB Dominik Krause beim Anstich des ersten Fasses Bier auf dem Oktoberfest 2026
Bildrechte: Michael Nagy, Presseamt München
OB Dominik Krause hat um Punkt 12 Uhr das 191. Oktoberfest eröffnet. Wir wünschen unseren Gästen aus München, Bayern, Deutschland und der ganzen Welt für die kommenden zwei Wochen eine tolle Wiesn-Zeit!

Der neue OB meistert den Anstich mit nur zwei Schlägen

Stoßen an mit der ersten Maß: Karin Baumüller-Söder, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, OB Dominik Krause und Sebastian Müller (v. li.)
Bildrechte: Michael Nagy, Presseamt München
Stoßen an mit der ersten Maß: Karin Baumüller-Söder, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, OB Dominik Krause und Sebastian Müller (v. li.)

Mit zwei satten Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause das erste Fass auf dem Oktoberfest 2026 angezapft. Der Anstich fand traditionell in der Anzapfboxe der Festhalle Schottenhamel statt - dem ältesten aller Wiesnzelte. Zuvor waren die Festwirte und Brauereien in festlich geschmückten Kutschen und prächtigen Brauereigespannen von der Josephspitalstraße zur Theresienwiese gezogen. Zehntausende Schaulustige säumten die Straßen und verfolgten den farbenfrohen Einzug der Münchner Brauereien, begleitet von Musikgruppen der großen Festzelte – und das bei strahlendem Sonnenschein. Insgesamt beteiligten sich 50 Wägen mit rund 1.000 Teilnehmern an dem festlichen Umzug.

Stadtspitze gedenkt der Opfer des Wiesn-Attentats

Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl gedachte OB Dominik Krause der Opfer des Anschlags von 1980.
Bildrechte: Moritz Röder/RAW
Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl gedachte OB Dominik Krause der Opfer des Anschlags von 1980.

zuvor hat Oberbürgermeister Dominik Krause bei seinem ersten Wiesneinzug der Opfer des Oktoberfest-Attentats vom 26. September 1980 gedacht. Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl trat OB Krause dazu an das Denkmal am Haupteingang des Oktoberfests. Vor Ort waren Kränze niedergelegt. Mit dem Gedenken setzte die Stadtspitze auch ein sichtbares Zeichen gegen rechte Gewalt.  

Das Oktoberfest-Attentat gilt als der schwerste rechtsterroristische Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Infolge des Attentats verloren 13 Menschen ihr Leben, unter ihnen auch der rechtsextreme Attentäter. Mehr als 200 Wiesngäste wurden teils schwer verletzt. Jahrzehntelang kämpften sie gemeinsam mit Unterstützer*innen um Aufklärung und Anerkennung und engagieren sich bis heute gegen das Vergessen. Auch die Geste des Innehaltens beim Wiesneinzug war den Überlebenden ein großes Anliegen.

Bis zum 4. Oktober wird gefeiert

Einzug der Festwirte und Brauereien 2026
Bildrechte: RAW, Moritz Röder
Perfekte Bedingungen mit angenehmen 24 Grad und Sonner pur erwartete die Gäste am Eröffnungstag.

Schon ab 9 Uhr strömten die ersten Besucher in Scharen auf das Festgelände. Am Eröffnungstag herrschte schon zur Mittagszeit großer Andrang in den Festzelten und bei den Schaustellern. Auch in den Biergärten gab es bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonne kaum noch einen Platz. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Festgelände ähnlich stark besucht. Dennoch herrschte eine friedliche und festliche Atmosphäre. Größere Vorkommnisse gab es bislang keine. Auf den Straßen und an den Eingängen war die Situation entspannt. 

Zur Geschichte des Anzapf-Rituals

1950 zapfte erstmals ein Münchner Oberbürgermeister das erste Bierfass in der Festhalle Schottenhamel an. Bei der Premiere stellte der damals amtierende Stadt-Chef Thomas Wimmer einen bislang unerreichten Rekord auf: Mit 17 zaghaften Schlägen zog er die Ausgabe der ersten Maß Bier deutlich länger heraus, als alle seine Amtsnachfolger. Trotzdem begründete er damit die schöne Tradition, dass der Anstich auf dem Oktoberfest durch den Oberbürgermeister höchstpersönlich erfolgt. Der weltberühmte Ausruf „Ozapft is“ hat inzwischen Kultstatus. Interessanter Fact: Bereits seit 1980 erhält der amtierende Bayerische Ministerpräsident (damals niemand geringerer als der Münchner Franz Josef Strauß) die erste Maß Bier auf dem Oktoberfest überreicht. 

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