Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Sebastian Lehner

Der Kehraus auf dem Oktoberfest

Der letzte Wiesnsonntag: Finale mit Hauch von Wehmut

Beim Wiesn-Kehraus herrscht eine besondere Stimmung. Wenn am letzten Wiesentag nach Schankschluss die Kapelle ein letztes Mal spielt, erleuchtet ein Meer aus Wunderkerzen die Bierzelte. Ein Oktoberfest-Finale, das Emotionen weckt.

Ein letzter Bummel übers Oktoberfest

Wenn das Oktoberfest endet, spürt man mitten im fröhlichen Treiben einen Hauch Wehmut auf der Münchner Theresienwiese. Man kann ihn fühlen, wenn man sich zu einem letzten Wiesnbesuch aufmacht. Um 12 Uhr mittags verabschieden sich die Schützen lautstark. Zu Füßen der Bavaria werden die Schützenkönige des Oktoberfest-Landesschießen gekürt, mit gemeinschaftlichem Salut. Es wird aus allen Rohren gefeuert, und typisch bayerisch darf auch die Blaskapelle nicht fehlen, die die Bayern-Hymne anstimmt. Jetzt haben Münchner und Touristen das letzte Mal für dieses Jahr die Chance auf einen gemütlichen Wiesnbummel. Maßkrüge werden ein letztes Mal gehoben. Fahrchips das letzte Mal eingelöst. Und die letzten Hendl gegessen. Man mag es kaum glauben, wenn man dieses fröhliche Volksfest schon einmal erlebt hat, aber der Münchner kann auch eine leichte Schwermut. Die gute Nachricht: Nach der Wiesn ist stets vor der Wiesn!

Der Kehraus in den Bierzelten

Wenn der letzte Wiesnabend sich dann seinem Ende entgegen neigt, herrscht in den Festzelten eine besondere Stimmung. Der Wiesn-Kehraus beginnt. Die Kapellen spielen noch mal das volle Programm und sorgen für gute Stimmung. Kurz vor Schankschluss werden Wunderkerzen verteilt. Jetzt genießen auch die Wiesnbedienungen ihre wohlverdiente Maß Bier, von denen sie in den vergangenen Wiesn-Tagen so viele getragen haben. Man kann ihnen förmlich ansehen, wie die Anspannung von ihnen abfällt, wenn sie gemeinsam mit den Wiesnbesuchern das letzte Lied des Jahres zelebrieren. Im Hackerzelt ist das traditionelle Abschiedslied „Sierra Madre“, im Hofbräuzelt ertönen die Klänge von Robbie Williams’ „Angels“. Umgeben von einem Lichtermeer aus Wunderkerzen fließen jetzt nicht selten Tränen. Kaum einer mag glauben, dass es wirklich schon vorbei ist. Aber leider ist es so: „Aus is und gar is und schad is, dass' wahr is!“

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