Oktoberfest - ein Fest der Landeshauptstadt München
Foto: Sebastian Lehner

Die Wiesn für Gscheidhaferl

Sachen gibt’s, die gibt’s nur auf dem Oktoberfest

Auf dem größten Volksfest der Welt fallen regelmäßig die Rekordmarken. Einige sind skurril, andere ziemlich lustig und wieder andere einfach zum Kopfschütteln. Sollte Euch also beim nächsten Bierzeltbesuch der Gesprächsstoff ausgehen, könnt Ihr einfach ein paar der folgenden Superlative zum besten geben.

Trinken mit Diplom

Das Wiesnbier gehört zum Oktoberfest. Punkt. Während viele Besucher sich einfach am kräftigen, süffigen Geschmacks des Bieres erfreuen, gab es schon immer welche, bei denen Quantität vor Qualität ging. Im Jahr 1901 ließen sich die Brüder Hager ihre Trinkfestigkeit sogar schriftlich bestätigen. In der Bierbude Lang genehmigten beide Herren sich gleich zehn Maß und bekamen für diese Leistung ein Diplom verliehen. Je nachdem, wie die beiden die Bierbude im Anschluss an diesen Maß-Marathon verlassen haben, gäbe es für diese Performance wohl heute eher Hausverbot.

Der längste Zeitraum ohne Oktoberfest

Es mussten schon immer schlimme Dinge passieren, um die Münchner davon abzuhalten, ihre Wiesn zu feiern — Seuchen und Kriege beispielsweise. Am längsten pausierte das Oktoberfest wegen des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1939 bis 1945. Während der aktiven Kriegshandlungen war ein solches Volksfest undenkbar, aber auch nach Beendigung des Krieges herrschte auf der Theresienwiese zur Wiesnzeit natürlich nicht der Normalzustand. Als die größten Schäden beseitigt waren und das Leben der meisten Münchner dann aber wieder seinen normalen Gang ging, kam die Wiesn nach zehn Jahren zurück.

O’zapft is! Schlag auf Schlag hinein ins Vergnügen

Jahr für Jahr fiebern alle auf den Anstich des ersten Bierfasses hin — besonders die jeweils amtierenden Oberbürgermeister. Schließlich schauen beim traditionellen Anstich alle ganz genau hin, wie viele Schläge das Stadtoberhaupt benötigt. Zurück geht dieser Akt auf den damaligen Oberbürgermeister Thomas Wimmer, der hierfür im Jahr 1950 den Startschuss gab. Er musste 17-mal zuschlagen, bis das Bierfass seinen kostbaren Inhalt preisgab. Alt-OB Christian Ude benötigte bei seiner Premiere ganze sieben Schläge, worüber sich so mancher im Rathaus köstlich amüsierte. Aber im Laufe der Jahre perfektionierte Ude seine Technik so sehr, dass er sogar einen neuen Rekord aufstellte: In seinem „besten“Jahr benötigte er nur noch zwei Schläge. Sein Nachfolger Dieter Reiter brauchte bei seinem Debüt vier Schläge. Nicht schlecht für den Anfang. In den vergangenen Jahren schaffte er das Anzapfen ebenfalls mit nur zwei Schlägen.

Zahlen, Fakten, Kuriositäten rund um die Wiesn

Das bisher besucherstärkste Jahr war das Jubiläumsjahr 1985. Hier statteten 7,1 Millionen Gäste dem Oktoberfest einen Besuch ab. Auch Diebstähle gehören leider zum Oktoberfest, aber in einigen Fällen können aufmerksame Polizeibeamte noch rechtzeitig eingreifen. Im Jahr 2011 beispielsweise stellte das Sicherheitspersonal die unglaubliche Zahl von 226.000 entwendeten Maßkrügen sicher. Zuweilen einen Lacher wert sind die Fundstücke, die im Wiesn-Fundbüro abgegeben und aufbewahrt werden. Verloren wurden beispielsweise schon Gebisse, eine lebendige Blattheuschrecken im Behältnis, Eheringe und eine Klobürste. Angeführt wird die Fundstatistik übrigens jedes Jahr von Kleidung, Geldbörsen und Handys.

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